OB Sierau unterstützt Blockade-Aufruf zur Neonazi-Demo

Sind Blockaden von Nazi-Aufmärschen legitim? Diese Frage wird am Samstag wieder aktuell, wenn die Partei "Die Rechte" in Dortmund demonstrieren will. Oberbürgermeister Ullrich Sierau unterstützt einen Aufruf zur friedlichen Blockade des rechten Umzugs. Ein Überblick über die geplanten Gegen-Aktionen.

Dortmund.. Wie schon vor zwei Jahren gehört Oberbürgermeister Ullrich Sierau zu den Unterzeichnern eines Aufrufs des Bündnisses "Dortmund nazifrei". Er ruft dazu auf, den Aufmarsch der Rechten "entschlossen zu verhindern und den Nazi-Horden den Weg friedlich zu blockieren".

In welcher Form das geschehen soll ließ Sierau auf Nachfrage offen. Ihm gehe es vor allem um das politische Zeichen, dass Rechtsextreme in Dortmund nicht willkommen seien.In jedem Falle wird es am 31. August zahlreiche Proteste gegen den rechten Aufmarsch am selben Tag geben. Um 10.45 Uhr wollen sich Vertreter von Kirchen, Parteien und Gewerkschaften an verschiedenen Plätzen in der Innenstadt treffen, um gemeinsam zum Reinoldi-Pylon am Willy-Brandt-Platz zu ziehen. Dort findet eine Kundgebung unter anderem mit OB Sierau als Redner statt.

Neonazis wohl in östlicher Innenstadt

DerDemonstrationszug soll anschließend in Richtung des rechten Aufmarsches weiterziehen, um dort "in Sicht- und Hörweite" den Unmut über die rechtsextremistischen Aktivitäten zum Ausdruck zu bringen, kündigt Superintendent Paul-Gerhard Stamm als Vertreter des Arbeitskreises Dortmund gegen Rechtsextremismus an.

Wo genau die Demo-Route der Neonazis entlangführen wird, hat die Polizei noch nicht bekannt gegeben. Vieles spricht aber - wie bei der letzten Neonazi-Demo am 1. Mai - für die östliche Innenstadt.

Friedensfest in Dorstfeld zum Abschluss

"Wir wollen deutlich machen, dass unsere Stadt für Vielfalt, Toleranz, Demokratie und Weltoffenheit steht und den Rechtsextremisten deutlich machen, dass sie hier unerwünscht sind", betont Oberbürgermeister Ullrich Sierau. Die ganze Woche über veranstaltet der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) mit diesem Ziel bereits ein Friedensfestival an der Katharinenstraße.

Am Abend des 31. August lädt die Stadt zum Abschluss der Proteste gegen Rechts wieder zu einem Friedensfest auf dem Wilhelmplatz in Dorstfeld unter dem Motto "Für Dortmund. Gegen Nazis." ein. Dort treten Musiker unterschiedlicher Richtungen auf, unter anderem aus dem Zusammenschluss "Dortmunder Musiker gegen Rechts"

Offizieller Auftakt zum Friedensfest in Dorstfeld ist um 19 Uhr. Bereits ab 17 Uhr gibt es auf dem Wilhelmplatz aber Programm unter anderem mit Auftritten Dorstfelder Vereine.

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