OB Sierau ist für Einstieg in neue RWE-Öko-Tochter

Geht es nach Oberbürgermeister Ullrich Sierau, soll sich Dortmund über die Stadttochter DSW21 an der geplanten neuen Tochter des RWE-Konzerns für Erneuerbare Energien beteiligen. Er hat auch schon eine Finanzierungsidee.

Dortmund. Im Gegenzug könnten Anteile des bisherigen RWE-Aktienpakets abgegeben werden, regte Ullrich Sierau im Gespräch mit unserer Redaktion an. Nach der Null-Dividende für die Aktionäre in diesem Jahr ist RWE bei vielen Kommunen in Ungnade gefallen. Einigen denken sogar über den Ausstieg aus dem Aktienpaket nach. Für Dortmund ist das bislang kein Thema.

Zurückhaltung vieler Kommunen

Geht es nach Sierau, sollte sich die Stadt über DSW21 sogar an der neuen RWE-Öko-Tochter beteiligen. "Ich sehe das als große Chance", sagte Sierau. Der Börsengang der neuen Gesellschaft ist für den Herbst geplant. Angesichts der Zurückhaltung vieler Kommunen schließt Sierau für einen Einstieg eine Partnerschaft mit Finanzinvestoren etwa aus der Versicherungswirtschaft nicht aus, die in "grüne Energie" investieren wollen.

Für eine mögliche Beteiligung gebe es verschiedenen Modelle, die nun geprüft werden sollen, erklärte der OB. Am Ende müssen der DSW-Aufsichtsrat und die Politik in Dortmund entscheiden.

Vorschlagsrecht

Ein Hintergedanke dürfte sein, dass Dortmund den Standort mehrerer RWE-Töchter sichern will. Sierau setzt auch darauf, dass die Kommunen für den Aufsichtsrat der neuen RWE-Sparte zumindest ein Vorschlagsrecht erhalten.

Oliver Volmerich