Dortmund

NRW: Coronavirus stürzt nächste beliebte Modekette in die Krise – 1.200 Filialen droht jetzt das Aus

Das Coronavirus hat die Modekette Zara in die Krise gestürzt. (Symbolbild)
Das Coronavirus hat die Modekette Zara in die Krise gestürzt. (Symbolbild)
Foto: imago images / PA Images

Dortmund. Die Corona-Krise hat den Einzelhandel in NRW und weltweit stark ins Wanken gebracht. Zur Eindämmung der Pandemie mussten nahezu alle Läden wochenlang schließen.

Das macht sich natürlich in den Bilanzen vieler Konzerne bemerkbar. Aufgrund dunkelroter Zahlen drohen vielen Filialen der beliebten Modekette „Zara“ in NRW jetzt das Aus.

NRW: Zara will bis zu 1.200 Filialen schließen – auch HIER

Die zum spanischen Textilhändler „Inditex“ gehörende Modekette ist aufgrund der Pandemie tief in die Verlustzone geraten. Erstmals seit vielen Jahren schrieb „Inditex“ im ersten Quartal des Jahres 2020 rote Zahlen – 409 Millionen Euro Miese statt 734 Millionen Euro Gewinn im Vergleich zum Vorjahr.

Der Konzern will daraus Konsequenzen ziehen. So wollen die Spanier nach eigenen Angaben weltweit zwischen 1.000 und 1.200 schließen. Nicht unwahrscheinlich, dass davon auch zahlreiche Filialen in NRW betroffenen sein dürften.

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Inditex will in Online-Handel investieren

Für die Spanier gibt es indes auch gute Nachrichten. So sei der Online-Umsatz im besonders vom Lockdown betroffenen Monat April beinahe verdoppelt worden, heißt es von Seiten des Unternehmens. Konzernchef Pablo Isla nimmt das zum Anlass, um in den nächsten drei Jahren rund eine Milliarde Euro in die Digitalisierung seines Unternehmens zu investieren.

Für den Unternehmensumbau und den Ausbau des Online-Handels sollen bis 2022 nun weitere rund 900 Millionen Euro jährlich investiert werden. Im stationären Einzelhandel dürften durch diese Strategie allerdings zahlreiche Arbeitsplätze verloren gehen.

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Das ist Zara:

  • Spanische Modekette
  • Gehört zum Mutterkonzern Inditex
  • Weltweit rund 7.400 Zara-Filialen
  • In Deutschland sind es rund 100 Filialen

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Inditex musste wegen der Coronavirus-Pandemie rund 6.000 Läden zeitweise schließen. Ende April konnten nach eigenen Angaben erst 965 Filialen wieder eröffnen. Der Gesamterlös brach dadurch im ersten Quartal um satte 44 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro ein. (ak mit dpa)

 
 

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