Bochum

NRW: Mann geht mit seinem Hund Gassi – dann findet er einen Penis

Markus geht in NRW mit seinem Hund spazieren, als er plötzlich vor lauthals anfangen muss zu lachen. (Symbolbild)
Markus geht in NRW mit seinem Hund spazieren, als er plötzlich vor lauthals anfangen muss zu lachen. (Symbolbild)
Foto: imago images / blickwinkel

Bochum. Er ist weiß, ziemlich groß und hat noch zwei kleine Artgenossen. Gemeint ist natürlich ein Pilz, der einem Penis verdammt ähnlich sieht. Entdeckt hat den außergewöhnlich geformten Zeitgenossen Markus Frielinghaus aus Bochum-Werne (NRW).

Beim Gassigehen mit seinem Hund an der Stadtgrenze zwischen Bochum-Werne und Dortmund-Lütgendortnund fing der 48-Jährige lauthals an zu lachen. Frielinghaus: „Ich hoffe, es hat mich niemand so vor einem Gebüsch stehen sehen. So alleine, nur mit Hund.“ Der Anblick muss auf Fremde ziemlich komisch gewirkt haben.

NRW: Erstaunlicher Anblick beim Gassigehen

Er hat ein Blick für besondere Pilzsorten. Immerhin war er früher häufiger mit seiner Nachbarin Pilze sammeln. „Sie nahm mich und ihren Sohn manchmal mit“, erinnert sich Markus. „Unsere 'Beute' damals war hauptsächlich der Hallimasch, den mein Vater jedesmal auch todesmutig gegessen hat.“

Der Hallimasch ist nur dann bekömmlich, wenn er bis zu acht Minuten gegart wird. Dennoch können trotz korrekter Zubereitung Unverträglichkeitsreaktionen auftreten. „Maronen, Boviste, Gelblinge“, nennt er weitere Sorten: „Klar könnt ich die noch auseinander halten.“

Doch bei seiner kuriosen Entdeckung ist er sich nicht ganz sicher, was er vor der Nase hatte. Dabei könnte es sich um einen Schopf-Tintling handeln.

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Schopf-Tintling nur im jungen Alter genießbar

Der Verwandte des Champignon fühlt sich an Wegrändern und Wiesen wohl. Von April bis November ist er in ganz Europa zu finden. Ist er noch jung, kann er gegessen werden.

Der Hut ist zwischen fünf bis zehn Zentimeter hoch und drei bis sechs Zentimeter breit. Bei jungen Exemplaren ist der Hut noch ei- bis walzenförmig. Mit dem Alter öffnet er sich und wird nach und nach glockenförmig. Der Schopf-Tintling nimmt eine erstaunliche Entwicklung: Anfangs noch schneeweiß, nur am Rand schwach beige bis rosa und an der Spitze rötlich bis bräunlich, reißt er beim Wachsen auf.

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Im Alter lösen sich Hut und Lamellen in einer tintenartigen Flüssigkeit auf, daher der Name. Dieser Prozess dient dazu, Sporen zu verbreiten. Daher muss der Schopf-Tintling nach der Ernte schnell verwertet werden. (mb)

 
 

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