Norweger-Pullis bleiben im Laden

Der Dortmunder Westenhellweg und die Thier-Galerie waren am verkaufsoffenen Sonntag gut besucht. Foto: Franz Luthe
Der Dortmunder Westenhellweg und die Thier-Galerie waren am verkaufsoffenen Sonntag gut besucht. Foto: Franz Luthe
Foto: WR/Franz Luthe

Dortmund.. Sonntags-Shopping in Flip Flop und T-Shirts. Wann hat es das schon mal gegeben? Strahlender Sonnenschein und hochsommerliche Temperaturen lockten zum verkaufsoffenen Sonntag zwar viele Tausend Besucher aus nah und fern in die City, doch die Taschen blieben meist leer. Besonderes Magnet für viele: die vor wenigen Wochen eröffnete Thier-Galerie, erstmals überhaupt dabei.

Das Angebot in den Geschäften ist einschließlich der Schaufensterdekorationen vorwiegend herbstlich orientiert und passte so gar nicht zur 25-Grad-Marke auf den Thermometern. Ein (schlechter) Trost: die kühleren Tage lassen garantiert nicht lange auf sich warten. Die zentrumsnahen Parkhäuser von Kaufhof, Hansaplatz/Karstadt und Thier-Galerie meldeten schon früh „besetzt“.

Potthastfest auf dem Alten Markt

Offene Zeltplanen auf dem Alten Markt sorgten beim letzten Tag des traditionellen Pfefferpotthast-Festes für etwas frische Luft für die Köche, Servicekräfte und Besucher. Die Straßencafés waren rammelvoll, auch die Geschäfte füllten sich nach und nach. Mit Rabatten von „10, 20 oder 25 % auf alles“ wurden Kunden angelockt; hier und da auch mal mit einem erfrischenden Gläschen Prosecco.

Was auffiel: etliche inhabergeführter Geschäfte abseits von Westen- und Ostenhellweg hatten geschlossen und genossen selbst das verlängerte Wochenende.

Doch was war bei diesen Temperaturen überhaupt gefragt? „Herbst- und Wintermode eher weniger“, zog Bernd Düvel von der Galeria Kaufhof eine erste Zwischenbilanz: „Denn wer probiert bei 25 Grad schon gerne einen Norweger-Pulli an? Es ist einfach zu warm“.

„Nur wenige Kunden mit Tüten bepackt“

Die Leute, meint Düvel, „machen sich einfach einen schönen Tag in der City und informieren sich“. Ähnlich äußerst sich Peter Erb, Chef vom Karstadt-Haus: „Die Innenstadt ist gut besucht, doch nur wenige Kunden sind mit Tüten bepackt“.

Während in den Textilbereichen eher Flaute herrscht, sieht es in den technischen Bereichen positiver aus: „Kaffeemaschinen zum Beispiel werden von Familien schon gefragt oder zumindest Informationen für eine spätere Anschaffung eingeholt“.

Dortmunds Geschäftsleute sehen in diesem sommerlich-heißen verkaufsoffenen Sonntag nicht den Umsatzbringer und setzen deshalb auf Nachhaltigkeit: „Wenn es in den nächsten Tagen wieder kälter wird, dann wird auch gekauft“, zeigten sich die Befragten optimistisch.

 
 

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