Zeitreise in die Hippie-Ära mit "Janis & The Kozmic Flowers"

Bunte Klamotten, psychedelisches Lichtspiel und ganz viel Musik aus der Woodstock-Ära. Im Lütgendortmunder Piano trafen sich eine Band und ihr Publikum zum musikalischen Zeitensprung.

Lütgendortmund.. Wir schreiben das Jahr 1969. Auf einer Farm in Bethel im amerikanischen Bundesstaat New York feiern 400 000 Hippies den Frieden und die Liebe. Auf der Bühne steht Janis Joplin, einen Tag nachdem Jimi Hendrix sein legendäres Konzert gespielt hat.Das Lebensgefühl der Woodstock-Ära bringen "Janis & The Kozmic Flowers" wieder auf die Bühne.


Die Klassiker der Flower-Power-Zeit


Am Freitag spielten sie im Lütgendortmunder Piano vor einem Publikum, das die Hippie-Bewegung kurzfristig wieder aufleben ließ. Große Klassiker dieser Zeit, wie zum Beispiel "Me and Bobby Mcgee", spielten sie in stilechten Kostümen. Stimmlich orientiert sich Sängerin Christine Zart an Janis Joplin, jener legendären Musikerin, die '69 auf der Woodstock-Bühne stand und die leider schon im Alter von 27 Jahren gestorben ist.

Zufällige Begegnung


Die Band rund um die Schauspielerin Zart ist eigentlich ein Produkt aus einer zufälligen Begegnung auf einer Aftershowparty. Mit dabei war auch das Dortmunder Musiker-Urgestein Guntmar Feuerstein. Er spielt Gitarre bei den "Kozmic Flowers" und mimt mit zerrissener Jeans und Batik-Shirt den Wiedergänger von "Love and Peace".Backstage erzählt Feuerstein von seiner ersten Begegnung mit der Hippie-Zeit: "Mit 12 war ich auf Klassenfahrt in Solsbury", erzählt er. "In einem Park habe ich dann Menschen gesehen, die Musik gemacht und getanzt haben

und die irgendwie anders aussahen. Ich fand das damals sehr interessant."

"Die Songs erzählen Geschichten"


Christine Zart mag vor allem die ruhigeren Stücke, verrät sie. "Die erzählen ganze Geschichten. Solche Lieder sind emotionale Momentaufnahmen." Einer ihrer Lieblinge sei "Maybe", das sie dann auch nach der Pause singt.

Man merkt ihr die Vorliebe für das Lied an. Alles holt Christine Zart aus ihrer Stimme raus. Ganz nah am Vorbild schafft sie es, Kraft, Lautstärke und kratzige Stimmfarbe zusammenzubringen. Nicht nur bei diesem Stück ist das Publikum begeistert. Es klatscht, singt mit und verliert sich in einer vergangenen Zeit. Zwischen drin sieht man ein buntes Haarband aufblitzen.

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