Tierquäler setzen Katze in zugeklebtem Katzenklo aus

Die Findelkatze aus dem Rahmer Wald wurde "Rahmi" getauft.
Die Findelkatze aus dem Rahmer Wald wurde "Rahmi" getauft.
Foto: Dieter Menne
Mitten im Wald, unter hohen Laubbäumen weitab vom Weg — hier haben Tierquäler ein kleines Kätzchen ausgesetzt. Der Tier saß tagelang wimmernd in einem Katzenklo, das die Täter komplett mit Klarsichtfolie umwickelt hatten. Nur durch Zufall wurde "Rahmi" gerettet.

Dortmund.. Unbekannte Tierquäler haben ein Kätzchen in einem Katzenklo in einem Wald in Dortmund-Rahm ausgesetzt. Die kleine Katze hatte großes Glück im Unglück: Zwei junge Männer hörten sie am Freitag beim Spazierengehen wimmern und miauen und gingen dem Geräusch nach. Ein ganzes Stück abseits des Weges fanden sie unter hohen Laubbäumen das Katzenklo, ganz umwickelt von Klarsichtfolie.

Einer der beiden Finder nahm das Tier mit zu seiner Schwester. Dort trank die durstige Katze sofort gierig Wasser. Die Schwester verständigte die Tierschützer von Arche90. Sprecherin Gaby Bayer riet, die Katze, die sie inzwischen "Rahmi" nennen, sofort zum nächsten Tierarzt zu bringen.

Rahmi landete auf dem Behandlungstisch von Denise Kaleske. Die Tierärztin kommt aufgrund der Kotmenge zu dem Schluss: "Die Katze war mehrere Tage in dem Katzenklo eingesperrt. Auch, dass sie sofort so gierig getrunken hat, ist ein Hinweis darauf. Eine Katze trinkt nicht so viel auf einmal."

Kleiner Spalt in der Folie geblieben

Es sei der Katze, die Denise Kaleske auf etwa anderthalb Jahre schätzt, angesichts ihrer Qualen noch ganz gut gegangen. Trotz der Folienumwicklung sei ein kleiner Spalt frei geblieben. "Ganz luftdicht haben die das nicht hingekriegt. Sonst wäre die Katze sicher erstickt", meint die Tierärztin.

 
 

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