Sanierung auf der Kokerei Hansa geht voran

Von Marcus Friedrich
Foto: Marcus Friedrich
Die Bauarbeiten auf der Kokerei Hansa sind im vollen Gange. Seit knapp einem Jahr sind auf der Fläche an der Emscherallee Bagger und Arbeiter unterwegs. Wir haben uns auf der Baustelle umgesehen.

Huckarde. Gerade das Erdreich und das Grundwasser sind mit diversen Schadstoffen belastet. Um Mensch, Tier und Natur zukünftig vor einem möglichen Kontakt zu schützen, setzt die RAG Montan Immobilien gleich an mehreren Punkten auf der Kokerei an.

Schon Anfang des Jahres waren in der Bezirksvertretung Huckarde Sorgen wegen der Schadstoffbelastung auf dem ehemaligen Zechengelände laut geworden. "Vor 20 oder 30 Jahren hat man sich über die mögliche Belastung eben keine Gedanken gemacht. Um das Gelände aber heute sicher zu nutzen, ist eine Beseitigung der Schadstoffe unumgänglich", erklärt Michael Otto, Diplom-Geologe von der RAG Montan Immobilien bei einem Ortstermin.

Provisorische Anlage

Dass kontaminiertes Grundwasser Richtung Mengeder Gebiet fließen könnte, war einer der Hauptkritikpunkte. Geologische Untersuchungen der RAG haben diese Sorgen aber schon widerlegt. Eine Drainage parallel zur Emscherallee von der Busch- bis zur Lindberghstraße sorgt nun dafür, dass das belastete Wasser zu einer Grundwasserreinigungsanlage geleitet wird, die zunächst provisorisch für ein Jahr errichtet wurde.

Während dieser Zeit liefert die Anlage zahlreiche Daten und Ergebnisse, die die RAG auswertet, um dann eine dauerhafte Reinigungsanlage aufzubauen.

Parkplatz aufreißen

Die Drainage wird direkt unter dem Parkplatz der Kokerei verlaufen. Daher muss der Parkbereich kurzfristig aufgerissen werden: "Wenn alles gut geht, dauert dies aber nur eine Woche", erklärt Otto.Neben dem Grundwasser sind aber auch große Teile des Bodens auf dem Areal belastet. Deswegen wird der kontaminierte Boden abgetragen und durch Aktivkohlefilter von Schadstoffen wie Benzol oder Teer befreit.

"Der abgetragene Boden wird dann in einem Landschaftsbauwerk gelagert und so stark versiegelt, dass keine Schadstoffe in den angrenzenden Boden gelangen können", versichert der Experte. Knapp 36.000 Kubikmeter Erde fasst das Bauwerk. Über die Hälfte sei laut Michael Otto schon mit Erde gefüllt.

Auf dem Landschaftsbauwerk sind Grün- und Freizeitanlagen geplant. Im Juli 2014 soll die komplette Sanierung abgeschlossen sein.