Nostalgisches "Once upon a time"-Festival auf Zeche Zollern

In einem alten Kettenkarussell können die Besucher des Festivals auf Zeche Zollern durch die Luft fliegen.
In einem alten Kettenkarussell können die Besucher des Festivals auf Zeche Zollern durch die Luft fliegen.
Foto: Ruhr Nachrichten
Auf Zeche Zollern wird es an Pfingsten nostalgisch. Mit historischen Karussells und Straßenkunst. "Once upon a time" heißt das neue Festival.

Dortmund.. "Once upon a time" - "Es war einmal", heißt das neue Festival, das an Pfingsten die Besucher zur Zeche Zollern in Dortmund locken soll. Reisen in eine andere, längst vergangene Zeit haben für viele einen Reiz. Historische Feste sind beliebt. Mittelaltermärkte gibt es immer häufiger. Der Hansemarkt in der City ist seit Jahren gut besucht. Ganz so weit zurückgehen soll's beim Once-upon-a-time-Festival aber nicht.

Die alten Karussells, die von Samstag bis Montag auf dem Museumsgelände der Zeche Zollern fahren, sind zwischen 75 und 130 Jahren alt. Veranstalter Patrick Arens hat dafür befreundete Schausteller angesprochen, die die Fahrgeschäfte im Familienbesitz von Generation zu Generation weitergeben und pflegen.

Das Karussell mit den alten Holzpferden

Das Karussell mit den alten Holzpferden ist von 1878. Die Raupenbahn von 1925. Das Kettenkarussell von 1928. Der Autoscooter aus den 1940er-Jahren. Um die Fahrgeschäfte herum schwirren und tanzen Artisten und Künstler. Jongleure, Quacksalber, Scharlatane, eine Schlangenfrau, ein Fakir. "Wir haben ein mobiles Varieté", sagt Patrick Arens. Zu gucken und erleben gibt's also eine ganz Menge.

Wer eine Pause braucht, macht es sich in der Teestube, im Marktcfe oder im Biergarten mit historischem Ambiente gemütlich. Die Straßenkünstler, die auf dem Festival auftreten, nehmen gleichzeitig an einem Wettbewerb teil. Der Gewinner bekommt die "Lanterna Termonia", eine Grubenlampe. In der Jury sitzen Zollern-Museumsleiterin Dr. Anne Kugler-Mühlhofer, Geierabend-Steiger Martin Kaysh und Zauberkünstler Sascha Lange.

Wo der Wunsch nach Freizeit immer groß war

Für die alte Zeche in Bövinghausen als Veranstaltungsort hat sich Patrick Arens ganz bewusst entschieden. Schließlich habe der Bergbau Dortmund erst groß gemacht, gehöre unzertrennlich zur Historie dieser Stadt dazu. Und dort, wo so lange hart gearbeitet wurde, wo der Wunsch nach Freizeit immer groß war, warte nun ein großes Vergnügen.

Für Patrick Arens, der aus einer Dortmunder Schaustellerfamilie kommt, ist das Festival ein Herzensprojekt. "Ich liebe dieses Thema", sagt er. Die Jahrmarktkultur gerate zunehmend in Vergessenheit. Sie vermittle ein ganz spezielles Lebensgefühl. Sie stehe für das Treffen aller Generationen, aller Kulturen. Darum soll es gehen.

Die Zeitreise auf dem Once-upon-a-time-Festival können Besucher der Zeche Zollern von Samstag bis Montag (14. bis 16. 5.) auf Zeche Zollern, Grubenweg 5, machen. Öffnungszeiten: täglich von 11 bis 20 Uhr. Der Eintritt kostet 6 Euro - darin ist der Eintritt ins Museum in Höhe von 5 Euro enthalten. Familien mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern zahlen 16 Euro, Kinder unter zehn Jahren 3 Euro. Kinder unter drei Jahren haben freien Eintritt. Die Fahrgeschäfte nehmen 1 bis 1,50 Euro pro Fahrt. Das Festival soll nun jährlich laufen.

 

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