Mungo Jerry rockt das Piano

Mungo Jerry rockte das Piano - und das nicht nur mit seinem großen Hit "In the Summertime". Er brachte das Feeling der 1970er-Jahre zurück. Die Fans feierten ihn dafür ausgiebig. Nach 100 Minuten Rock, Pop, Blues, Country und Funk nonstop, legte Ray Dorset, wie er mit bürgerlichem Namen heißt, noch 40 Minuten Zugabe oben drauf.

Lütgendortmund.. Auf der Bühne präsentierte sich der Sänger, Komponist, Gitarrist und Bandleader mitunter wie ein kleiner Junge. Während seiner zahlreichen Solos zog er Grimassen und das Publikum mit Gags immer wieder mit in sein Programm ein. Beim über 30 Millionen Mal verkauften "In the Summertime" durften dann alle, die eine Sonnenbrille dabei hatten, mit auf die Bühne. Da es draußen ungemütlich kalt und die Sonne nur ab und an zu sehen war, kamen nur sechs Fans in diesen Genuss.

Viel Interaktion

Überhaupt war bei der Jubiläums-Tour zum 45-Jährigen des weltweit meistverkauften Sommerschlagers viel Interaktion im Spiel. Mitsingen, tanzen und klatschen war nicht nur bei den bekannten Stücken "Lady Rose", "Baby Jump" und "Hello Nadine" angesagt. Jeder Song wurde umjubelt.

Kritik am Publikum

Wenn die Arme aber nicht so zahlreich oben waren, wie es sich der in diesem Jahr erstmals wieder auf Tour befindliche Star wünschte, gab‘s auch schon mal deutliche Kritik. "Linke Seite ist gut, rechte Seite scheiße", kanzelte er jene, deren Hände nicht sofort oben waren, spaßeshalber ab. "Bielefeld ist lauter und besser als Dortmund", lobte Mungo Jerry seine Fan-Familie aus Ostwestfalen.

Zugleich stachelte er damit alle anderen an. Die reckten dann ihre Arme ebenfalls in die Höhe, sorgten so für eine Megaparty, inklusive des Zugaben-Blocks. Bei "Come on Baby" und "Mighty Man" feierten ihn seine Fans auf den Schultern sitzend, wollten einfach kein Ende bekommen. Doch nach der sechsten Zugabe war dann endgültig Schluss.

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