Mann bedroht jungen Afrikaner in Dorstfeld mit Gürtel

Ein 35-jähriger Dortmunder wollte in der Nacht zu Samstag einen Jugendlichen aus Guinea in Dorstfeld angreifen. Mit einem Gürtel. Polizisten konnten die Tat verhindern und den Mann festnehmen. Und bis zu einer zweiten Festnahme dauerte es nicht lange. Es fielen verbotene Worte.

Dorstfeld.. Ein Zeuge informierte die Polizei in der Nacht zu Samstag über Pöbeleien durch eine Personengruppe auf dem Wilhelmplatz in Unterdorstfeld. Weil eine Zivilstreife in unmittelbarer Nähe unterwegs war, konnte die Polizei schnell eingreifen - und einen Angriff auf einen 17-jährigen Afrikaner verhindern.

"Der Angreifer hatte sich bedrohlich vor dem Opfer aufgebaut und hielt einen Gürtel in der Hand", berichtete ein Polizeisprecher. Die Tat ereignete sich kurz nach Mitternacht.

Nacht in der Zelle verbracht

Die Polizisten konnten den 35-jährigen Tatverdächtigen festnehmen. Er wurde in Polizeigewahrsam eingeliefert - allerdings nicht allein. Ein Mann aus der Gruppe rief "Sieg Heil" und musste die Nacht ebenfalls in einer Zelle verbringen. Die Polizei ermittelt auch gegen diesen Neonazi. Die Gruppe erhielt einen Platzverweis.

In einer früheren Version dieses Artikels wurde der Angreifer als "Neonazi" bezeichnet, da die Polizei in einer ersten Pressemitteilung davon gesprochen hatte, dass der Mann "der rechten Szene zugehörig" ist. Später korrigierte die Polizei diese Formulierung: Es lägen "keine Erkenntnisse vor, dass er der rechten Szene in Dortmund nachweislich zugeordnet werden kann". Die Gruppe, zu der der Angreifer gehörte, sei aber "augenscheinlich [aus] dem rechten Spektrum".

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