Hauptschule wird PCB-frei

Ulrich Koch und Dr. Vera Nienkemper-Hausmann informierten über die Sanierung der Mengeder Hauptschule. Foto: Jochen Linz
Ulrich Koch und Dr. Vera Nienkemper-Hausmann informierten über die Sanierung der Mengeder Hauptschule. Foto: Jochen Linz
Foto: Linz/PiLi

Mengede.. Über fünf Millionen Euro kostet die Sanierung der Hauptschule Mengede. Jetzt startete das Großprojekt, über das sich Fraktionsvertreter von SPD, CDU und Grüne informierten. Dabei referierten Ulrich Koch und Dr. Vera Nienkemper-Hausmann von der städtischen Immobilienwirtschaft im Schatten des großen Sanierungs-Objektes.Und das kurz vor der Sitzung der Bezirksvertretung am Mittwochnachmittag.

In insgesamt vier Bauabschnitten soll die Schule, in der ansonsten Pauker und Schüler schwitzen, bis Ende 2012 in den Bereichen Schadstoff, Brandschutz und im Rahmen des mit 200 000 Euro geförderten 1000-Schulen-Programms saniert werden.

Kernsanierung wegen Belastung der Wände

Und deshalb ist seit Anfang der Woche dort Unterrichtsstop. Aber die Schüler haben keineswegs während der Erneuerungsmaßnahmen eineinhalb Jahre lang Ferien, sondern drücken die Schulbank übergangsweise in Nette.

Mit der Erneuerung des OGS-Bereiches starten dann auch die Arbeiten. Die Werte der PCB-Belastung seien, so Koch, zwar nicht im Bereich, wo saniert werden müsse. Doch lägen die Asbest-Belastungen in den Wand- und Deckenbereichen über dem zulässigen Wert. Deshalb habe man sich zu einer Kernsanierung entschlossen.

„Das Gebäude wird komplett entkernt. Das ganze Mobiliar kommt raus“, so Koch. Die rote Ziegelstein-Fassade bleibe erhalten. Alle Fenster sowie das Dach würden im Zuge der Arbeiten erneuert und auf den neuesten energetischen Stand gebracht. Um das belastete Material zu entfernen, werde bei der Schadstoff-Sanierung die betroffenen Bereiche zur „schwarzen Zone“. Auf die Frage, ob denn das belastete Material dann offen auf dem Schulhof herumliege, antwortete Koch klar mit „Nein. Wir werden das belastete Material in verschlossenen Gefäßen abtransportieren“.

Werner Locker, Fraktionssprecher der SPD in der Bezirksvertretung Mengede, sprach sich für die Schaffung einer barrierefreien und behindertengerechten Schule aus. Das sei man den Jugendlichen, die in ihren Bewegungen eingeschränkt seien, einfach schuldig. Diesen Punkt habe man zwar im Rahmen der Planungen angesprochen, doch leider konnte das aus finanziellen Gesichtspunkten nicht berücksichtigt werden, bedauerte Nienkemper-Hausmann.

Rund eine halbe Million Euro müsse man, so Bezirksbürgermeister Bruno Wisbar, für eine Barrierefreiheit inklusive Aufzug investieren. Sollte man das aus Mitteln der BV bewerkstelligen, dann gehe der gesamte Haushalt drauf. Dagegen sprachen sich aber alle Fraktionsmitglieder aus.

 
 

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