Ein Weltmeister hält Hof in Nette

Ex-BVB-Profi Frank Mill und seine Fußballschule waren an drei Tagen Gast bei DJK Nette
Ex-BVB-Profi Frank Mill und seine Fußballschule waren an drei Tagen Gast bei DJK Nette
Foto: WR
Nette.Norbert Heß „wollte in den Herbstferien „unbedingt etwas Innovatives machen“. Der Jugendleiter von DJK SF Nette ließ seinen Worten schnell Taten folgen. Nach einer erfolgreichen Kontaktaufnahme mit der Frank Mill-Fußball-Schule via Internet stand der einstige BVB-Stürmerstar aus den 80er- und 90er-Jahren tatsächlich auf der Sportanlage am Hallenbad in Nette. Seine Mission: den 48 teilnehmenden Kindern von 6 bis 14 Jahren an drei Tagen die Praxis von „König Fußball“ näher zu bringen.

Nette..  Norbert Heß „wollte in den Herbstferien „unbedingt etwas Innovatives machen“. Der Jugendleiter von DJK SF Nette ließ seinen Worten schnell Taten folgen. Nach einer erfolgreichen Kontaktaufnahme mit der Frank Mill-Fußball-Schule via Internet stand der einstige BVB-Stürmerstar aus den 80er- und 90er-Jahren tatsächlich auf der Sportanlage am Hallenbad in Nette. Seine Mission: den 48 teilnehmenden Kindern von 6 bis 14 Jahren an drei Tagen die Praxis von „König Fußball“ näher zu bringen.

Jugendvorstand leistet ganze Arbeit

„Morgen, ihr Muscheltaucher“, begrüßte Mill gestern Vormittag seine Schützlinge. Nach einem kurzen Gespräch mit seinen Honorar-Trainern, darunter Ex-BVB-Profi Giuseppe „Billy“ Reina, ging es dann zur Sache: Koordinations-Übungen, ein bisschen taktische Schulung, Ballführung, Spielformen. Und zu guter Letzt: ein Fußballturnier auf zwei Kleinfeldern.

Ende September startet Jugendleiter Norbert Heß eine Anfrage in Richtung Mills Fußballschule. Nachdem die Zusage kommt, wirbt der Netter Jugendvorstand für diese sportliche Veranstaltung mit einem früheren Nationalspieler. „Es haben sich viele Kinder gemeldet. Nicht nur aus unserem Verein, sondern auch aus Huckarde und Bodelschwingh. Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden“, zog Heß gestern eine erste positive Bilanz. Sein Lob zielte aber nicht nur auf den prominenten Trainer-Stab ab. Der 42-Jährige bedankte sich gestern insbesondere bei der Stiftung zur Förderung von Kindern und Jugendlichen „Pro Filiis“.

„Pro Filiis“ unterstützt Idee

Deren Vorstandsmitglied Thomas Schieferstein, gestern ebenfalls in Nette auf Ballhöhe, betonte: „Wir unterstützen solche Projekte und haben dafür auch gern Geld bereitgestellt.“ Für Schieferstein kommt es entscheidend darauf an, dass „jedes Kind an solch einer Fußballschule teilnehmen kann. Und zwar unabhängig davon, wie es zu Hause finanziell aussieht.“ Statt 99 Euro mussten die Teilnehmer „nur“ noch 79 Euro berappen.

DJK-Jugendvorstand Norbert Heß strahle derweil mit der Mittagssonne um die Wette: „Wir wollten mit der Fußballschule von Herrn Mill in den Ferien eine sinnvolle Freizeitmöglichkeit bieten. Das ist uns unterm Strich absolut gelungen. Und ich könnte mir durchaus vorstellen, dass wir dieses Angebot im nächsten Jahr wiederholen.“ Frank Mill hätte nichts dagegen. „Der Jugendvorstand hat professionell gearbeitet. Es hat hier sehr viel Spaß gemacht. Ich habe da schon ganz andere Dinge erlebt“, lobte der mittlerweile 54-jährige Vollblut-Kicker.

Apropos Mill: Der „Franky“ durfte gestern natürlich nicht von dannen ziehen, ohne zwei Fragen beantwortet zu haben.

Erstens: „Na, Herr Mill. Wie war das damals - 1986 - im BVB-Trikot gegen die Bayern? Erst die halbe Hintermannschaft samt Torwart Pfaff vernascht. Dann mutterseelenallein vor dem verwaisten Bayern-Tor. Und am Ende doch nur den Außenpfosten getroffen.“ Mill: „Mein Gott, das ist 26 Jahre her. Ich war damals einfach zu schnell für den Ball, schloss überhastet ab. Dann kommt so etwas schon einmal dabei heraus.“

Zweitens: Am Samstag steht wieder die Mutter aller Derbys auf dem Spielplan. Ihr Ex-Verein, für den sie fast ein Jahrzehnt lang die Stiefel geschnürt haben, trifft auf Schalke 04. Wie geht’s aus? Mill: „Eigentlich habe ich kein gutes Gefühl. Sage aber dennoch: 3:1 für Dortmund.“

 
 

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