Ein Grüngürtel von größter Bedeutung

Die Groppenbruch-Gegner sehen sich bereits am Ziel. Foto: privat
Die Groppenbruch-Gegner sehen sich bereits am Ziel. Foto: privat
Foto: WR
Mengede.Steht das geplante interkommunale Gewerbegebiet „Groppenbruch“ im Stadtbezirk Mengede vor dem Aus? Auch wenn noch nicht alle Details vorliegen: Eine von der Stadt in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie soll große ökonomische und ökologische Probleme für eine Entwicklung des Gewerbegebietes herausgefunden haben. Die Stadtteil-Zeitung hörte sich in der Mengeder Polit-Szene um. Fazit: Groppenbruch soll nicht angetastet werden.

Mengede. Steht das geplante interkommunale Gewerbegebiet „Groppenbruch“ im Stadtbezirk Mengede vor dem Aus? Auch wenn noch nicht alle Details vorliegen: Eine von der Stadt in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie soll große ökonomische und ökologische Probleme für eine Entwicklung des Gewerbegebietes herausgefunden haben. Die Stadtteil-Zeitung hörte sich in der Mengeder Polit-Szene um. Fazit: Groppenbruch soll nicht angetastet werden.

Ökonomische Probleme

Axel Kunstmann war viele Jahre Sprecher der Mengeder Bündnisgrünen und machte sich mit den unterschiedlichsten Aktionen gegen eine Industrie- bzw. Gewerbeansiedlung im Groppenbruch stark. Die Freude, sagte er dieser Zeitung, sei bei den Mengeder Grünen natürlich riesig. „Es hat sich gezeigt“, so Kunstmann, „dass unsere ökologischen und wirtschaftlichen Argumente wohl in die Studie eingeflossen sind und überzeugt haben. Groppenbruch muss das bleiben, was es ist: Ein Grüngürtel von größter Bedeutung für Flora und Fauna im Dortmunder Nordwesten.“ Manfred Jockheck, Vize-Fraktionssprecher der Grünen in der Mengeder Bezirksvertretung (BV), klang gestern nicht ganz so euphorisch: „Wir sprechen hier von einer Studie. Es ist also noch nichts beschlossen. Wir täten gut daran, unsere Aktionen auch in Zukunft in die Öffentlichkeit zu bringen.“

Werner Locker, SPD-Fraktionschef in der Mengeder BV, will zwar erst das endgültige Ergebnis des Gutachtens zur Machbarkeit abwarten, machte gestern aus seinem Herzen aber keine Mördergrube: „Ein Industriegebiet im Groppenbruch kommt für mich überhaupt nicht in die Tüte. Ich bin es im Übrigen leid, wenn ich sehe, wie schön der Süden ist. Und uns im Westen bringt man den Dreck. Das kann nicht sein. Die Bürger vor Ort brauchen ihr Grün.“

Mengedes Bezirksbürgermeister Bruno Wisbar (SPD) sieht die Dinge ähnlich: „Wir sollten erst dann Gewerbe auf Flächen wie im Groppenbruch ansiedeln, wenn wir wirklich alle anderen Areale in Dortmund ausgeschöpft haben. Das ist aber lange nicht der Fall. Ich sage nur Westfalenhütte. Das ist ein riesiges Gebiet. Viel Platz also, um dort Gewerbe unterzubringen. Und weil das so ist, soll der Groppenbruch zum gegenwärtigen Zeitpunkt auch unangetastet bleiben.“

Flächen ausschöpfen

Wisbar „Vize“ Gerhard Kuck (CDU) sieht wiederum die Arbeitsplätze im Vordergrund: „Ein Gewerbegebiet geht immer einher mit neuen Arbeitsplätzen. Das ist wichtig für die Stadt.“

„Im Grunde“, pflichtete CDU-Fraktionschef Joachim Farnung seinem Parteifreund gestern bei, „hat Gerhard Kuck Recht. Dortmund braucht dringend Flächen für Gewerbegebiete. Ich sage aber auch ganz ehrlich: Als Groppenbrucher Anwohner würde ich es doch sehr begrüßen, käme dort kein Gewerbe- oder gar Industriegebiet hin.“

 
 

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