Die neue Emscher sauber halten

Der Umbau der Emscher in Dorstfeld liegt im Zeitplan. Foto: Kevin Schrief
Der Umbau der Emscher in Dorstfeld liegt im Zeitplan. Foto: Kevin Schrief
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Dorstfeld. In Dorstfeld liegen die Arbeiten zum Umbau der Emscher im Zeitplan. Die ökologische Verbesserung der Emscher in Dorstfeld, konkretisiert der Sprecher der Emschergenossenschaft, Ilias Abawi, sei mit eingebunden in den großen Bauabschnitt, der sich von der Schnettkerbrücke bis nach Huckarde in die Franziusstraße ziehe. Begonnen haben die Maßnahmen in Dorstfeld im Januar des vergangenen Jahres. Mitte dieses Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Die Dorstfelder Bereiche, erklärte Abawi, seien in zwei Abschnitte unterteilt: von der Schnettkerbrücke bis zur Brücke Dorstfelder Hellweg. Und von der Brücke Dorstfelder Hellweg bis zur Brücke Huckarder Straße. Dabei erstreckt sich der Umbau im ersten Teilabschnitt über 1,9, im zweiten Teilabschnitt über 1,2 Kilometer. Abawi: „Zusammen kommen wir in Dorstfeld somit auf 3,1 Kilometer Emscher, die entsprechend umgestaltet werden. Die Kosten belaufen sich auf knapp 2,9 Millionen Euro.“

Rückblick: Bereits im Vorfeld der Renaturierungsarbeiten hat die Emschergenossenschaft Maßnahmen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes durchgeführt. Dies betraf die Brücke Am Mühlenberg. Diese wurde abgerissen, der Neubau deutlich angehoben. Abawi zu den Vorteilen: „Die höhere Lage der neuen Brücke ermöglicht es nun, dass die Emscher auch im Starkregenfall ohne jedwede Probleme die Brücke unterqueren kann, ohne dass es zu einer Überschwemmung kommt.“ Überdies sei auch die Deichwand zur Wohnbebauung erhöht und zusätzlich gesichert worden. Diese Hochwasserschutzmaßnahmen, erinnert Ilias Abawi, wurden bereits vor mehreren Jahren geplant und sollten ursprünglich gemeinsam mit der Renaturierung der Emscher in diesem Bereich umgesetzt werden. Nach dem verheerenden Hochwasser von 2008 hat sich die Emschergenossenschaft aber entschieden, die Hochwasserschutzmaßnahmen vorzuziehen. Grund: den Menschen schneller einen besseren Schutz bieten.

Abwasserfrei ist die Emscher in Dorstfeld bereits seit Anfang 2010. Der naturnahe Umbau, betont der Sprecher der Emschergenossenschaft, sei nun auch deutlich sichtbar, obwohl die Entwicklung der Natur gerade erst ihren Anfang nehme. „Bis wir von einer wahren Idylle sprechen können, wird es sicherlich noch einige Zeit brauchen. Daher freuen wir uns umso mehr, dass unsere bisher eingeleiteten Maßnahmen bereits heute schon sehr gut bei Bürgern und Anwohnern ankommen“, so Abawi. Und: Bei einem Termin im vergangenen Jahr, als „die Betonsohlschalen bereits entfernt waren und die Emscher deutlich natürlicher floss, sprachen mich Kleingärtner an und lobten die neue Emscher“. Über ein derart positives Feedback freue sich das Unternehmen aus Essen sehr. Abawi: „Wir bauen ja letztlich für den Bürger.“

Für die Emschergenossenschaft ist es eminent wichtig, dass bei der Bevölkerung ein neues Umweltbewusstsein zum Tragen kommt. Dazu Abawi: „Die neue Emscher sauber zu halten und zu schützen, muss das Ziel der Bürgerinnen und Bürger sein.“

Dies, erinnerte er, sei in der Vergangenheit bedauerlicherweise nicht immer der Fall gewesen. Im Juli 2011 „sind wir bei Baggerarbeiten unterhalb der Schnettkerbrücke auf jahrzehntealte Teerölfässer gestoßen, die dort offenbar illegal abgelagert wurden. Vermutlich hat man sich früher gesagt: Ach, an der Köttelbecke Emscher, da machen die paar Fässer auch nichts mehr aus.“ Die Altlasten sind im letzten Sommer entsorgt worden.

 
 

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