Das Flache soll in das Runde

Carsten Menzel
Der Revierpark Wischlingen möchte eine Frisbee-Golf-Anlage in seinem Park aufstellen.
Der Revierpark Wischlingen möchte eine Frisbee-Golf-Anlage in seinem Park aufstellen.
Foto: Revierpark Wischlingen

Wischlingen.  Der Revierpark Wischlingen soll um einen Anziehungspunkt reicher werden: Die Freizeiteinrichtung möchte eine Frisbee-Golf-Anlage mit zwölf Bahnen einrichten. Die Kosten dafür belaufen sich auf, grob geschätzt, 15 000 Euro. Die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Huckarde hat sich jetzt dafür ausgesprochen, dem Revierpark bei der Finanzierung zu helfen. 5 000 Euro sollen – trotz knapper öffentlicher Kassen – aus dem Haushalt des nächsten Jahres zur Verfügung gestellt werden, denn: „Eine solche Anlage würde die Attraktivität des Parks deutlich erhöhen“, heißt es seitens der Sozialdemokraten.

„Wir würden gerne eine Frisbee-Golf-Anlage bauen“, erklärte am Freitag Bernd Kruse, Geschäftsführer des Revierparks. Die Wurfsportart erfreue sich steigender Beliebtheit, im Park gibt es reichlich Platz dafür und eine der nächsten Anlagen für den Freizeit-Wurfsport gibt es bislang nur in Lünen.

So sehr Kruse dem Frisbee-Golf einen „hohen Spaßfaktor“ attestiert, so sehr machte er gestern klar: „Noch ist alles eine Frage der Finanzierung. Der Park sucht Sponsoren wird es nicht gehen.“ Da kommt der Vorstoß der SPD-Fraktion gerade richtig.

Wurfdistanzen bis zu 200 Meter

Beim Frisbee-Golf (auch: Disk-Golf) geht es darum, eine flache Plastikscheibe – ähnlich wie beim (normalen) Golf – auf verschiedenen Bahn mit möglichst wenig Würfen in einem Korb zu versenken. Die Strecke könnte nach Vorstellung der Verantwortlichen durch den gesamten Park verlaufen: über die Wiesen, sogar durch den Wald und entlang des Sees; dabei geht es um Wurfdistanzen von bis zu 150 bis 200 Meter.

Die Anlage soll mobil aufgebaut sein: Die aufgeständerten Körbe, in denen die Frisbee-Scheiben landen sollen, könnten bei Großveranstaltungen auf dem Gelände abgeschraubt und anschließend wieder aufgebaut werden.

Die Benutzung der Spielfläche, so die bisherige Vorstellung, soll kein Geld kosten. lediglich für die Ausleihe der Frisbeescheiben soll eine Leihgebühr erhoben werden.

Um Sponsoren für die Anlage zu finden, schließt der Revierpark auch eine Art Bandenwerbung nicht aus, auf der die Förderer genannt werden.