SuS Derne freut sich auf den Kunstrasen

Für SuS Derne geht ein Traum in Erfüllung, und damit hätte selbst der Vorsitzende, Gisbert Dankowski, nicht mehr gerechnet. Der Platz des Vereins am Plümers Ort erhält Kunstrasen.

Derne.. Der Platz soll an den Verein übertragen und im Kunstrasenprogramm gefördert werden. Das heißt konkret: Der Verein erhält von den Sport- und Freizeitbetrieben 15 Jahre lang einen Zuschuss von jährlich 26 667 Euro
Die jährlichen Kosten sind damit allerdings noch nicht ganz gedeckt. Der Verein muss aus eigener Tasche noch Geld zuschießen, kann diesen Betrag jedoch durch Eigenleistung mindern. Dankowski kündigt an, dass die Mitglieder die Arbeiten an der Platzumrandung selbst erledigen werden.

120 Mitglieder

Der 69-jährige Vorsitzende geht zurzeit davon aus, dass es Sommer 2017 wird, bis die Arbeiten wirklich beginnen können. Wenn alles gut gehe, sei der Kunstrasen dann ab Oktober 2017 bespielbar. Aber wie dem auch genau sei: Dankowski ist glücklich, dass es jetzt tatsächlich noch was wird mit dem Kunstrasen. Andernfalls - da ist er sicher - hätte der Verein sein 100-jähriges Bestehen im Jahre 2019 nicht mehr feiern können, weil er bis dahin längst eingegangen wäre. 120 Mitglieder habe die Fußballabteilung derzeit noch, im Jahre 2008 seien es noch 320 gewesen. Aber es werde ja vermutlich so kommen, wie mit allen Vereinen, die Kunstrasen bekommen haben: Es geht dann wieder bergauf.

Schon jetzt führt Dankowski Gespräche mit Kreditinstituten und mit anderen Vereinen, die bereits über Kunstrasen verfügen - wie dem SV Körne, der seine neue Anlage an diesem Wochenende eröffnet. Schließlich gelte es zu entscheiden, welchem Unternehmen man am Ende den Auftrag erteile. Erfahrungen und Rat seien da nützlich.

Eine Bedingung hatte die Stadt allerdings an die Aufnahme des Platzes ins Kunstrasenprogramm: Er müsse von mehr Mannschaften als bisher genutzt werden. Und so wird Ay Yildiz Derne zum Plümers Ort zurückkehren. Der Verein, der früher schon einmal auf der Anlage gekickt hatte, trainiert derzeit auf dem Platz von Viktoria Kirchderne an der Derner Straße. Dankowski träumt sogar davon, SuS und Ay Yldiz Derne zu einem einzigen Verein zu vereinen. Nur so könne Integration auf Dauer wirklich gelingen.

Gut in Schuss

Dass der Platz von SuS Derne so lange nicht für Kunstrasen infrage kam, lag übrigens daran, dass er im Jahre 2003 einer der allerletzten neuen Aschenplätze war, die in Dortmund noch angelegt worden waren und der deshalb noch lange als recht gut in Schuss galt. Dankowski: "Nur ein Jahr später begannen die Pläne für die ersten Kunstrasenplätzen. Das war ärgerlich."

Einen Plan für die Übergangszeit, wenn die Bauarbeiten laufen, hat Dankowski auch schon. Er hofft, dass SuS Derne dann bei Teutonia Lanstrop trainieren und spielen kann. Vielleicht können die Arbeiten ja direkt im Anschluss an die laufende Saison beginnen. Dann fiele ein Teil von ihnen in die ohnehin spielfreie Sommerpause.

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