Schönheitskur für das Schloss

Zu einem kulturellen Zentrum für Eving will die Stadt das Wohlfahrtsgebäude in der Alten Kolonie bekannt auch als "Evinger Schloss" machen. Und dazu soll es im nächsten Jahr auch baulich fit gemacht werden.

Eving.. 1,14 Millionen Euro will die Stadt nach dem Willen des Verwaltrungsvorstands in die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes stecken. Dabei geht es erst einmal um Bestandserhaltung. Denn dringend nötig sind weitere Brandschutz-Maßnahmen und die Beseitigung von Feuchtigkeitsschäden im Keller. Es soll aber auch das Dachgeschoss für neue Nutzungen hergerichtet werden.

Denn insgesamt will die Stadt das "Schloss" mit mehr Leben füllen. "Das Wohlfahrtsgebäude soll wieder Zentrum in der restaurierten Alten Kolonie und als kulturelles Zentrum des Stadtbezirks aufgewertet und ausgebaut werden", hieß es am Dienstag nach der Sitzung des Verwaltungsvorstands.

Gemeinsam mit den jetzigen und künftigen Mietern soll deshalb ein neues Konzept für ein multikulturelles Kultur- und Bildungszentrum entwickelt werden. Fester Bestandteil ist dabei das vorhandene Medienhaus etwa mit dem Archiv für populäre Musik, "Kintopp" Seniorenbüro und einem Tonstudio. Ausdrückliches Ziel ist es aber auch, weitere Nutzer für das Haus zu gewinnen werden, die dann etwa frisch hergerichteten Räume im Keller oder Dachgeschoss nutzen können. Denkbar ist auch die Einrichtung eines Cafs oder Bistros für Besucher.

Die Ideen für eine Belebung des Hauses beziehen sich nicht auf das Gebäude allein. Überlegt wird auch, die Umgebung neu zu gestalten. Die Straßen am Nollendorfplatz könnten so zur Spielstraße oder zum Fußgängerbereich umgestaltet werden. Um die Erreichbarkeit zu verbessern, wird über eine bessere Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr nachgedacht. Dazu könnten häufigere Linienbus-Fahrten und auch die Aufstellung von Wegweisern von der Stadtbahn-Station Minister Stein gehören.

Mittelfristig könnte das Wohlfahrtsgebäude so auch zu einem festen Bestandteilen von Veranstaltungen und Aktionstagen wie der Nacht der Industriekultur "Extraschicht" und der Dortmunder Museeumsnacht werden.

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