Neven Subotic und Sylvia Löhrmann sprechen über Demokratie

Hoher Besuch an der Geschwister-Scholl-Gesamtschule: NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann und BVB-Star Neven Subotic kamen am Freitag zum Demokratietag an die Haferfeldstraße. Subotic, der zeitweise von jungen Autogrammjägern umlagert war, sagte, die Teilnahme an unserem demokratischen System sei wichtig, damit eine Mehrheit und nicht nur eine privilegierte Minderheit über die Zukunft in unserem Land entscheide.

Brackel.. Und Sylvia Löhrmann nannte zuvor die Beispiele Brexit und USA-Wahl, die zeigten, wie wichtig es vor allem auch für jungen Menschen sei, sich aktiv an der Demokratie zu beteiligen. Hätten nur junge Menschen entscheiden dürfen, wären beide Entscheidungen anders gefallen.

200 Schüler zu Gast

Der dritte Demokratietag, zu dem 200 Schüler aus ganz NRW nach Brackel gereist waren, stand unter dem Motto "Demokratie in Bewegung - herausgefordert oder angezählt?". Die Schüler konnten an verschiedenen Angeboten teilnehmen. Hannah Grebe (18) zum Beispiel, die die Jahrgangsstufe 12 am Carolus-Magnus-Gymnasium in Übach-Palenberg in der Nähe von Aachen besucht, informierte sich über das Thema Wasserverbrauch. Sie sei überrascht gewesen, wie viel Wasser wirklich verbraucht werde. Interessant sei auch das "Barcamp" - so hießen die unterschiedlichen Angebote - "Liebe ist ein Menschenrecht" gewesen. Es ging dabei um Toleranz - unter anderem gegenüber Homosexuellen.

Und Kristina Mitro (12) und Ricarda (11), ebenfalls vom Carolus-Magnus-Gymnasium, haben sich mit dem Thema "Vielfalt und Normalität" auseinandergesetzt, in dem es um das Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlichen Hautfarben ging. Auch das Thema Kinderrechte fanden beide spannend. Viele Kinder wüssten gar nicht, so die beiden jungen Schülerinnen, welche Rechte sie eigentlich haben - zum Beispiel das Recht auf eigene Meinung.

Meinungen aushalten

Sie wolle dafür werben, andere Meinungen auszuhalten, führte auch Sylvia Löhrmann weiter aus. Die Schüler mögen sich doch fragen, wie sie dieses Thema im Schulleben gestalten können. Aber gerade in NRW - und das habe neulich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel betont - habe man sehr gute Erfahrungen beim Thema Zusammenleben von Menschen aus verschiedenen Nationen. Das sei gleichsam ein Markenzeichen unseres Bundeslandes.
Neven Subotic erzählte, wie dankbar er für die Chance sei, die ihm ein Land wie Deutschland geboten habe. Subotic wurde 1988 in Banja Luka (im heutigen Bosnien und Herzegowina) geboren und zog 1990 mit seinen Eltern nach Deutschland. "Wäre ich dort geblieben", sagte er, wäre ich jetzt vielleicht ein Bauer."

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