Mädchenschwarm mit toller Stimme

Thilo Kortmann
Thomas Hans aus Husen in seinem Kinderzimmer Foto: Franz Luthe
Thomas Hans aus Husen in seinem Kinderzimmer Foto: Franz Luthe
Foto: WR/Franz Luthe

Husen. Die Supertalent-Jury war begeistert. Super Stimme, toller Auftritt und sein Gesicht könne er sich gut auf der Titelseite der Bravo vorstellen, lautete Dieter Bohlens Urteil. Und Bruce Darnell meinte, dass er seinen Takt gerettet habe. Sylvie van der Vaart erklärte, dass er ein richtiger Mädchenschwarm sei. Nein, die Rede ist nicht von Justin Bieber, sondern von Tom Hans - der singende Herzensbrecher aus der Westfalenmetropole, der schon mit seinen gerade einmal 15 Jahren Fans auf der ganzen Welt hat.

Fans rund um die Erde

Wie geht das? Durch Youtube und Facebook habe er schon eine richtige Online-Fan-Community, erklärt Tom Hans. „Ich bekomme Liebesbriefe von Fans aus Kanada, Russland oder auch Europa“.

Und motiviert das? „Das motiviert nicht nur. Das ist ein richtiger Adrenalinstoß“, sagt Tom. Doch habe er allerdings eine Freundin, fügt er hinzu.

Stehende Ovationen, kreischende Mädels und Eltern, die kurz vorm Nervenzusammenbruch standen - das war beim Supertalent 2009. Bei der RTL-Castingshow hatte er es bis in die dritte Runde geschafft und im gleichen Jahr zog er bei Germany’s Next Showstar, die Castingshow von DJ Bobo, sogar bis ins Halbfinale ein. Und das war bisher auch ein Höhepunkt in seiner Karriere. Er erinnert sich: Mit seinen Eltern sei er nach St. Wolfgang in Österreich gefahren, wo er mit allen anderen Halbfinalteilnehmern in einer luxuriösen Villa gelebt habe. „Die Villa hatte neben einem Pool sogar eine Showbühne, auf der dann das Halbfinale stattfand“. Doch leider habe er den Einzug ins Finale verpasst.

Und DSDS? Dafür sei er noch zu jung, denn man müsse 16 Jahre alt sein. „Aber eine Teilnahme bei DSDS ist das nächste große Ziel von mir“, sagt Tom. Was bringen einem denn die Teilnahmen an den Castingshows? „Das ist ein richtig gutes Training. Man wird dadurch immer besser und sicherer“.

Apropos Training! Dieter Bohlen sagt doch, dass man, um ein richtiger Star zu werden, eiserne Disziplin beweisen und sehr viel trainieren müsse. Und wie oft trainiert Tom? „Ab und zu bin ich faul, aber ansonsten rund zehn Stunden in der Woche“. Er habe allerdings auch noch andere Hobbys, spiele mit seinen Freunden am PC oder treffe sich mit seiner Freundin.

Gibt es Vorbilder? Sein großes Idol sei Freddie Mercury. „Ich liebe dieses explosionshafte, seine Energie auf der Bühne. Ich schaue mir ständig Videos von Freddie an“, erzählt er mit glänzenden Augen und fügt hinzu, dass er außerdem ein großer Fan von Lara Fabian sei, weil sie so gut Klassikstücke in Pop umwandele.

Angefangen hat der Teenager aber nicht etwa mit „Bohemian Rhapsody“ oder „We will rock you“, sondern im Alter von Elf mit Klassik im Dortmunder Knabenchor. „Beim Casting für den Knabenchor an der Schule wurde mir klar, dass ich Sänger werden will“.

Gesangsunterricht

Nach vier Monaten wurde er zu einem Solisten. Im selben Jahr ging der Chor auseinander. Seitdem hat er als Solist regelmäßig klassischen Gesangsunterricht.

Will er denn überhaupt ein Star werden? Das sei gar nichtsein primäres Ziel. Es wäre schon toll, wenn er mit dem Singen seine Brötchen verdienen könne. „Ich werde erst mal das Abitur machen und dann vielleicht Musik studieren“, sagt Tom, der aufs Gymnasium in der Schweizer Allee geht. Als Alternative zu einer Karriere als Sänger, könne er sich auch eine Tätigkeit als Erzieher im Kindergarten vorstellen.