Hund greift Schafe an - Nachspiel vor Gericht

Kurz nach dem Angriff eines Hundes hatte ein trächtiges Schaf der Herde zehn Tage vor dem eigentlichen Geburtstermin dieses Lamm verloren.
Kurz nach dem Angriff eines Hundes hatte ein trächtiges Schaf der Herde zehn Tage vor dem eigentlichen Geburtstermin dieses Lamm verloren.
Foto: Peter Bandermann
Die Jagd eines Hundes auf eine Schafherde Ende Januar 2014 in Dortmund-Wickede hat ein Nachspiel vor Gericht. Der Fall ist noch nicht aufgeklärt, jetzt verklagen die Schafbesitzer eine Hundehalterin. Damals wurden mehrere Schafe verletzt, eines erlitt eine Fehlgeburt.

Dortmund. Schäfermeister Martin Rudack hatte im Januar mehrere durch Hundebisse verletzte Schafe gefunden. Ein trächtiges Schaf hatte eine Fehlgeburt. Zeugen berichteten, ein Hundhabe Rudacks Herde von einer Weide auf einen nahe gelegenen Hof gehetzt. Den Schaden beziffern die Schäfermeister auf mindestens 1100 Euro.

Eine Husky-Besitzerin hatte sich nach Medienberichten über den Fall bei der Polizei gemeldet und zugegeben, dass es ihr Hund war, der die Schafe angegriffen hat. Doch inzwischen hat die Frau offenbar ihre Meinung geändert. Sie bestreitet jetzt, dass ihr nicht angeleinter Hund die Schafe gerissen und verletzt habe.
Jetzt geht das Ganze wohl vor Gericht: "Wir haben einen Rechtsanwalt beauftragt, die Sache zu klären", berichtet Schäfermeister Rudack. Der Fall werde vor einem Zivilgericht verhandelt.

Hundehalter sind einsichtig

Rechtlich geht es um Sachbeschädigung. Ob der Husky-Besitzerin die "Sachbeschädigung" nachgewiesen werden kann, ist aktuell nicht absehbar. Selbst wenn Ute und Martin Rudack ihre Ansprüche vor Gericht nicht durchsetzen können: Sie blicken inzwischen positiv zurück. Der Vorfall habe bei Hundehaltern viel Verständnis für das Verhalten von Schafherden gezeigt. Jetzt seien vieleHundebesitzer rücksichtsvoller.

 
 

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