Ex-Flughafenchef Markus Bunk klagt gegen den Airport

Muss der Flughafen seinem Ex-Chef Markus Bunk noch Gehalt für zwölf Monate nachzahlen? Darüber wird am Dienstag vor dem Landgericht verhandelt.

Wickede.. Als Markus Bunk vor fast genau zwei Jahren verkündete, er werde seinen Vertrag als Chef des Dortmunder Flughafens aus familiären Gründen nicht verlängern, war das wohl nicht der einzige Grund.

Heute liegen die Flughafen-Gesellschafter DSW21 (74 Prozent) und Stadt (26 Prozent) im Rechtsstreit mit Markus Bunk. Es geht um seinen Vertrag, den er damals angeblich nicht verlängern wollte. Der hatte eine sogenannte Fortsetzungsklausel. In diesem Fall verlängert sich solch ein Fünf-Jahres-Vertrag um zwölf Monate, wenn er nicht fristgerecht gekündigt wird.

Markus Bunk wechselte nach Frankfurt

Bunk hatte den Airport 2013 freiwillig in Richtung Frankfurt-Hahn verlassen. Möglicherweise hätten die Flughafen-Gesellschafter den Vertrag aber trotzdem fristgerecht kündigen müssen. Wie es heißt, war in dem Papier eine Verlängerungs-Klausel festgeschrieben. Ohne Kündigung kämen danach zwölf weitere Monate hinzu. Dieses Gehalt will Markus Bunk nun einklagen.

Der Dortmunder Airport wird inzwischen von Udo Mager, ehemaliger Chef der Wirtschaftsförderung, geführt. Er folgte auf Bunk im Amt des Flughafenchefs. Mager setzte sich zuletzt für eine längere Startbahn in Dortmund-Wickede ein.

Zum 90. Mal jährt sich am heutigen Montag (27. April) die Inbetriebnahme des Dortmunder Flughafens. Am 27. April 1925 wurde der Ruhrgebietsflughafen an seinem ersten Standort in Dortmund-Brackel offiziell in Betrieb genommen. Mit Flugverbindungen etwa nach Berlin oder über Bremen und Hamburg nach Kopenhagen wurde damit die Basis für internationalen Luftverkehr im Ruhrgebiet gelegt, heißt es in einer Pressemitteilung des Flughafens.

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