Erinnerung an „lachenden Reiter“

Fritz Ligges 1984. Foto: Bodo Goeke
Fritz Ligges 1984. Foto: Bodo Goeke
Foto: Bodo Goeke

Asseln.. Der Mann war eine – Dortmunder – Marke. Mit Strahlwirkung in die Welt. Fritz Ligges, der „lachende Reiter“, schrieb Springsportgeschichte. Und auf geschichtsträchtigem Boden setzte die BV Brackel dem berühmten Sohn der Stadt ein Denkmal.

Gestern enthüllten die Ligges-Söhne Hendrik und Kai das Straßenschild, das künftig an ihren Vater erinnern wird. Der hatte als bester Reiter der Deutschen Equipe das Mannschaftsgold bei den Olympischen Spielen 1972 in München gesichert. Zwölf Jahre später kam in Los Angeles/USA auf Ramzes Olympia-Mannschaftsbronze hinzu. Seine Pferde hießen Goya, Windus, Fandango, Thronfolger, Pik Dame, Ramiros Girl, Little Devil, Rodney, Golden Furio, Genius, Wodan, Fernando, Summertime... und auf ihnen erritt der auch wegen seines Humors geschätzte Ligges unzählige Siege und Platzierungen auf nationalem und internationalem Parkett.

Geboren worden war er 1938 in Asseln als Sohn einer Landwirtsfamilie. Sein Vater züchtete Kaltblüter als Arbeitstiere für den Verkauf und hielt ein paar Ponys. Auf diesen Ponys lernte Ligges schon in jungen Jahren reiten und den Umgang mit Pferden. Er besuchte die Realschule in Dortmund und nach seinem Abschluss dort die Landwirtschaftsschule, um eines Tages den Hof seines Vaters zu übernehmen. Ab 1964 stieg er professionell und erfolgreich in den Sattel, züchtete „Pferde für den Sport“, und stellte nach seiner aktiven Zeit als Reiter ab 1986 sein Wissen und seine Erfahrung im Traineramt zur Verfügung. Unter seiner Ägide als Bundestrainer und Equipechef erritten die deutschen Junioren und Jungen Reiter 34 Medaillen, davon zwölfmal Gold. Am 21. Mai 1996 starb Fritz Ligges.

Die nach ihm benannte Straße ist Haupterschließungsstraße in Asselns attraktives Neubaugebiet „Kahle Hege“. 60 Wohneinheiten in Einzel- und Doppelhäusern liegen hier nicht nur in gut angebundener Lage gegenüber der ehemaligen Halde. Wer hier baut, der siedelt auf den Spuren einer germanischen Siedlung aus dem 3. bis 5. Jahrhundert nach Christus. Der alte Dortmunder Rücken ist Bodendenkmal. „Und das Beste für Bodendenkmäler ist, wenn sie im Boden bleiben“, hatten die Experten 2005 die Ausgrabungen abgeschlossen.

 
 

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