Eine Ehrung für die Helfer

Seit 2005 zeichnet die Scharnhorst-Medaille Menschen aus, die ehrenamtlich in Vereinen, Gemeinden und Gruppierungen arbeiten und damit das Leben in Scharnhorst ohne Bezahlung mit Leben füllen. Gestern wurden die Preisträger für 2016 geehrt.

Scharnhorst.. Für sie ist ihre Arbeit selbstverständlich. Doch für die Medaille vorgeschlagen werden sie von anderen. Oft kommt die Ehrung daher überraschend.

Zum Beispiel für Anneliese Schrödter, sie engagiert sich beim Sozialverband Deutschlands (SoVD). "Wieso denn ich, ich mach doch gar nichts?!" war ihre Reaktion nach den Worten von Marion Hardt, die Geschäftsführerin des Stadtbezirksmarketing ist und die Preisträger mit auswählt. Das sah Bezirksbürgermeister Heinz Pasterny bei der Feier zur Verleihung der Medaille anders: "Anneliese Schrödter ist eine dieser Helfer aus der zweiten Reihe, die Kranke betreut, Hausbesuche macht… Diese Leute sind absolut unverzichtbar."

Sport, Soziales, Umweltschutz

Wie auch Helmut Wrede, der beim TV Eintracht Husen-Kurl unter anderem die Diabetiker- und Herzsportgruppen begründet hat.

Oder Helga Beck, die für ihr Engagement als ehrenamtliche Schwesternhelferin geehrt wurde, für ihren Einsatz in der Franziskusgemeide und in der Landsmannschaft der Oberschlesier.

Heinz Listemann ist einer der Gründungspfarrer der Schalomgemeinde, er erhielt die Scharnhorst-Medaille unter anderem für seinen Einsatz für Minderheiten und Benachteiligte.

Botho Broszka engagiert sich beim TUS Scharnhorst und ist laut Laudatio "unverzichtbar beim Stadtteilfest Scharnhorst und dem Nikolausmarkt im Einkaufszentrum Scharnhorst (EKS).

Bruno Schreurs ist Mitglied im Rat der Stadt, er wurde unter anderem geehrt für seinen Einsatz in den Förderkreisen Zeche Gneisenau und Lanstroper Ei und im Naturschutz Kirchderner Wäldchen.

Medaille für Pasterny

Neben ihnen erhielt in diesem Jahr auch Bezirksbürgermeister Heinz Pasterny die Ehrung, gegen die er sich jahrelang gewehrt hatte. "Ich entscheide selbst mit, wer die Auszeichnung bekommt, ich kann mir das doch nicht zuschustern!" war sein Argument. Aber jedes Jahr beschwerten sich Bürger, warum er noch immer keine Medaille bekommen hatte. Und so gab es sie für Pasternys Arbeit als "gute Seele und Motor in vielen Vereinen und Verbänden", wie Rüdiger Schmidt als Vorsitzender des SoVD in seiner Laudatio hervorhob.

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