Ein Fest für die gute Nachbarschaft

Zu einem harmonischen Zusammenleben gehört es, auch mal gemeinsam zu feiern. Darum lädt der Türkisch-Islamische Kulturverein von Scharnhorst jedes Jahr zu einem zweitägigen Gemeindefest ein und die verschiedenen Nationen des Ortsteils folgen dieser Einladung gerne.

Scharnhorst. Ein türkischer Schmusesong, mit Inbrunst von einem jungen Mann vorgetragen, schallte über den Platz vor der Ayasofya Moschee am Wambeler Holz. Verschiedene Sänger und die türkische Kindertanzgruppe der Gemeinde bereicherten mit ihren Darbietungen das Fest.

Augenschmaus

Dabei wurde nicht nur türkische Folklore angeboten, Popsongs und ein Tanz zum "Gangnam Style" begeisterten die Zuschauer an den langen Biertischen ebenfalls. Rundum herrschte geschäftiges Treiben unter den Zeltdächern. Aus fast allen Ecken duftete es verheißungsvoll. Neben Klassikern wie Döner luden Variationen wie Isknder Kebap oder Adana Kebap zum Probieren ein. Die Zubereitung der dünnen "Gözleme"-Fladen war zudem ein Augenschmaus, denn sie wurden von eifrigen Türkinnen mit einem Holzstab kunstvoll ausgerollt.

Seit 1986 ist der Verein in der Ditib Ayasofya Moschee zu Hause. Neben den getrennten Gebetsräumen für Männer und Frauen gibt es auch einen großen Vorraum, der für Gruppenaktivitäten genutzt wird. "Unser Gemeindefest dient seit 15 Jahren der guten Nachbarschaft", betont der Gemeindevorsitzende Nail Aslan. "Es hilft der Toleranz und Gegenseitigkeit. Jeder kennt hier jeden." 180 aktive Mitglieder hat die Gemeinde. Eine Frauengruppe trifft sich und organisiert monatlich ein Frühstück. Die Jugendgruppe kommt zusammen, um die türkische Fußballliga zu gucken und Dart oder Billard zu spielen.

Platzprobleme

Ein Problem ist der mangelnde Platz. "Oft möchten die Gruppen länger bleiben, aber dann kollidieren die Treffen mit den Gebetszeiten", bedauert Nail Aslan. Darum dient der Erlös des Festes der Lösung des Platzproblems. "Wir möchten hinter dem Gebäude einen Anbau hochziehen. Die Baupläne liegen schon zur Genehmigung bei der Stadt und wir hoffen, dass es bald losgehen kann", sagt sich der Gemeindevorsteher.

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