Bürgerinitiative setzt sich gegen Windkraftanlage ein

Die Brechtener Bürgerinitiative setzt sich weiter gegen den möglichen Bau einer Windkraftanlage in der Brechtener Niederung ein. Die Mitglieder der Bürgerinitiative richten an die Stadt einige Fragen, die wir vorstellen.

Brechten. Anfang Juli hatte die Stadt darüber informiert, dass im gesamten Stadtgebiet lediglich sechs Flächen für so etwas infrage kommen - darunter auch kleinere Teilflächen der Brechtener Niederung.Die Mitglieder Bürgerinitiative fragen nun:

  1. Warum wurde die Brechtener Niederung als Vorranggebiet vorgesehen, obwohl die Abstände zwischen Windrädern und Wohnbebauung viel zu gering bemessen sind? Die Abstände zwischen Wohnbebauung und möglichen Windrädern seien viel zu knapp bemessen.
  2. Weshalb hat man die Zone für auf der "roten Liste" stehende Vogelarten nicht vollständig ausgewiesen?
  3. Eine bewohnte Immobilie mitten in der "Brechtener Niederung" sei übersehen worden. Die Bürgerinitiative fragt, ob dies bewusst geschehen sei.
  4. Infraschall könne Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit haben. Die Naturschützer fragen: "Wird dieser so wichtige Punkt gezielt verharmlost beziehungsweise verschwiegen?"
  5. Erwiesenermaßen verlieren Immobilien in der Nähe von Windrädern an Wert, so die Bürgerinitiative. Sie fragt: "Warum wird das von der Stadt Dortmund bestritten? Was steckt dahinter?"
Stefan Thabe vom Stadtplanungsamt hatte die Anwohner bei der Informationsveranstaltung zu beruhigen versucht. Der Prozess stehe am Anfang. Bis Pläne umgesetzt werden können, sei es noch ein sehr, sehr langer Weg.Investoren müssten zudem ein teueres Artenschutz-Gutachten finanzieren. Die Brechtener Bürgerinitiative geht wieder auf Sendung, und zwar Dienstag (2.9.) im Bürgerfunk von Radio 91.2, von 21 bis 22 Uhr.Die Sendung wird von der Brechtenerin Karin Mietner moderiert.
Andreas Schröter