Bürger diskutieren über drei Radweg-Varianten

Die Planungen für den Radschnellweg in Asseln haben am Donnerstag für rege Diskussionen gesorgt. Rund 30 Bürger waren in der Geschwister-Scholl-Gesamtschule zusammengekommen, um die drei alternativen Routen unter die Lupe zu nehmen, die die Verwaltung ausgearbeitet hatte.

Asseln. "Fahrradfahrer sind umwegeempfindlich", sagte ein Besucher zu der Variante, die am weitesten weg von Asseln verlaufen würde - aber eben auch den größten Umweg mit sich brächte. "Ich würde mich immer für den kürzesten Weg entscheiden", stimmte ihm eine Frau aus dem Publikum zu, "vor allem wenn ich es eilig habe".

Ein Bogen um Asseln

Würde diese Variante des Weges umgesetzt, müssten Radfahrer einen Bogen um den Asselner Ortskern machen, um dem Radschnellweg zu folgen. "Ich würde das nicht machen", äußerte sich eine Besucherin, "sondern ich würde den Weg verlassen, auf normalen Straßen durch Asseln durchfahren und danach wieder auf den Radweg zurückkommen".

"Also ich würde lieber den kürzeren Weg fahren", fasste ein Mann aus dem Publikum die allgemeine Stimmungslage zugunsten der kürzesten eingezeichneten Linie zusammen.

Konflikte mit Autofahrern

Aber es gibt auch eine andere Sichtweise. "Mir persönlich ist die Sicherheit wichtiger", sagte eine junge Frau. Besonders im Winter, wenn es morgens noch dunkel ist, habe sie auf dem Fahrrad schon oft gefährliche Situationen erlebt - und besonders diese solle der Radschnellweg bei allem gebotenen Fahrkomfort doch vor allem verhindern.

Maria Segat