Bewohner versprüht Reizgas im Flüchtlingsheim

In der Flüchtlingsunterkunft in der früheren Hauptschule Eving ist es in der Nacht von Freitag auf Samstag zu einem Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr gekommen. Das Gebäude musste kurzzeitig geräumt werden. Bei einem Streit hatte ein Mann Reizgas versprüht und damit 20 Menschen verletzt.

Eving.. Gegen 0.52 Uhr begann der Einsatz der Polizei, sagt Sprecher Andreas Weiß. Zwei Bewohner hatten sich offenbar gestritten, einer von ihnen zückte eine Flasche mit Reizgas. 20 sich in dem Raum befindende Menschen wurden durch das Gas verletzt.

Auch Kinder verletzt

Glücklicherweise, so die Information der Feuerwehr, waren die Verletzungen bei 18 Menschen nur leicht. Zwei Frauen mussten jedoch ins Krankenhaus gebracht werden. Unter den leicht Verletzten waren auch Kinder.

Nachdem die Unterkunft von der Feuerwehr vollständig geräumt wurde, untersuchten die rund 40 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst die betroffenen Bewohner. Unterstützung bekamen sie dabei von der Johanniter-Unfall-Hilfe, die das Heim betreut.

"Keine Festnahme"

Die Polizei nahm im Laufe der Ermittlungen vor Ort einen Mann mit aufs Präsidium. "Dabei handelt es sich nicht um eine Festnahme", betont Weiß. "Er ist nur mitgenommen worden zur weiteren Klärung des Sachverhalts." In der Pressemeldung der Feuerwehr heißt es, die Fahndung nach dem Täter sei eingeleitet worden.

Nach dem Einsatz kontrollierte der Umweltdienst der Feuerwehr die Räumlichkeiten mit Messgeräten. Dabei stellten die Mitarbeiter keine Gefahren im Gebäude fest. In der Flüchtlingsunterkunft in der früheren Hauptschule an der Osterfeldstraße in Eving leben zurzeit knapp 150 Menschen aus verschiedenen Ländern der Welt.

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