Norbert Dickel erfüllt sich mit Pommesbude einen Lebenstraum

Norbert Dickel hat am 30. April 2012 eine Pommesbude in der Dortmunder Innenstadt eröffnet.
Norbert Dickel hat am 30. April 2012 eine Pommesbude in der Dortmunder Innenstadt eröffnet.
Foto: WNM
Er ist Pokalheld, Stadionsprecher, Publikumsliebling. Und seit Montag auch stolzer Betreiber einer Pommesbude: Norbert Dickel. Seit 20 Jahren will der Ex-Kicker Currywurst verkaufen – jetzt hat er sich diesen Traum erfüllt. Das Gute daran: Die Wurst schmeckt.

Dortmund.. „Seit 20 Jahren träume ich davon“, sagt Norbert Dickel mit etwas Pathos in der Stimme. Der Mann ist sichtlich froh, dass am Montag endlich ein Lebenstraum in Erfüllung geht: Nobby Dickel, Pokalheld, Stadionsprecher, Netradio-Mann, Event Manager, kurz: Tausendsassa von Borussia Dortmund betreibt eine eigene Wurstbude. In Dortmund. Auf dem Ostenhellweg, im Herzen der Stadt.

Dickels Bude steht gegenüber der Reinoldikirche. Ein stylischer schwarzer Wagen mit der Aufschrift "Curryfan". Auf den Wirt deuten nur die Initialen ND hin. Damit der Traum von der Wurst nicht schon bald ausgeträumt ist, ist Dickel nach eigener Aussage „durch ganz NRW“ getingelt und hat probegegessen. „Wir haben alles getestet, vom Stellplatz über den Wagen, Wurst, die Soßen bis zu den holländischen Super-Pommes.“ Zweieinhalb Jahre Planung lägen hinter Dickel und seinem Team.

Die Strafe für Testessen: Viel Sport, um das zwangsläufig anfallende Hüftgold gleich wieder loszuwerden. Doch die dienstliche Völlerei hat sich gelohnt. Die Bratwurst, die über Dickels Tresen geht, schmeckt hervorragend.

Auch Klopp biss zu

Die Würste sind sehr zart, haben für manchen Geschmack schon fast zu wengi Biss. Dafür sind sie geschmacklich wirklich gut. Doch was wäre die Wurst ohne die Currysoße? Für die hat Dickel „viele Nächte im Kochtopf gerührt“. Das Ergebnis kann sich schmecken lassen. Eine sehr gute Currysoße, die nach Belieben mit verschiedenen Curry-Mischungen abgerundet werden kann. Wer’s scharf mag, kann zur Jalapeno-Chipotle-Mischung greifen. Für 2,60 gibt’s die Dickelsche Currywurst. Pommes kosten 1,90 Euro. Damit liegt die Currywurst des Ex-Kickers preislich ungefähr auf dem Niveau des Nahen Thüringers.

Geschmeckt hat’s bei der Eröffnung auch Jürgen Klopp. Der BVB-Trainer ist ein absoluter Bratwurst-Fan. Und so wartete der Meistertrainer nach Portion Eins auch sogleich auf Nummer Zwei und fand gleich ein frotzelndes Lob: „Dafür, dass Nobby Dickel seine Hand im Spiel hat, ist die Wurst gar nicht schlecht“. Sprach’s und biss herzhaft zu.

 
 

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