Neun Fragen an OB-Kandidat Ullrich Sierau (SPD)

Frank Bußmann und Gregor Beushausen
Foto: WR/Franz Luthe

Dortmund. Neun Fragen hat die WR an die OB-Kandidaten Ullrich Sierau (SPD), Joachim Pohlmann (CDU/FDP/Bürgerliste) und Mario Krüger (Grüne) im Vorfeld der OB-Wahl am 9. Mai gestellt. Zum Abschluss der Reihe sagt Sierau: "Dortmund wird ein Star."

1. Warum wollen Sie OB werden?

Ullrich Sierau: Dortmund ist eine Stadt mit besonderer Dynamik. Seit vielen Jahren engagiere ich mich beruflich (und auch ehrenamtlich) für unsere Stadt. Probleme angehen, mit den Menschen sprechen und gemeinsam Lösungen erarbeiten - das ist mein Ding. Das Amt des Oberbürgermeisters strebe ich erneut an, um die Stadt durch die Krise zu führen.

2. Was machen Sie, wenn Sie nicht OB werden?

Sierau: Darüber denke ich gegenwärtig nicht nach. Mein Ziel ist es, die Wahl erneut zu gewinnen. Für den Fall der Fälle gilt: „Lebbe geht weiter”.

3. Wo sehen Sie Ihre eigenen, persönlichen Stärken und Schwächen?

Sierau: Andere sehen mich als Menschen mit großem Engagement und hoher Fachkompetenz. Was ich verspreche und mir vornehme, will ich auch umsetzen. Meine gelegentliche Ungeduld wird dabei auch als Schwäche gesehen.

4. Wo soll Ihrer Meinung nach gespart werden?

Sierau: Im Mittelpunkt steht der Abbau unnötiger interner Bürokratie. Unsere Verwaltung muss noch effektiver werden. Deshalb habe ich das Projekt Neuorientierung der Verwaltung gestartet.

Es stehen aber auch Leistungen in Frage, welche die Bürgerinnen und Bürger vermissen werden. Da setze ich auf einen offenen Dialog. So habe ich es mit den Eltern und Lehrern der zur Schließung anstehenden Grundschulen gehalten. Und so wird es auch bei allen anderen Themen sein.

5. Wo darf Ihrer Meinung nach nicht gespart werden?

Sierau: Dazu habe ich klare Aussagen gemacht, die sich auch im Haushalt für 2010 wiederfinden. Bei Arbeit und Wirtschaft, Jugend und Bildung, der sozialen Stadt und dem bürgerschaftlichen Engagement müssen wir die guten Strukturen erhalten und weiter stärken. Das sind die Zukunftsthemen zur Gestaltung unserer Stadt.

6. Wie würden Sie Auswärtigen die Stärken Dortmunds beschreiben?

Sierau: Dortmund ist eine aufstrebende Stadt, mit toller Perspektive. Das haben wir mit der jungen Mannschaft des BVB gemeinsam.

Bei uns kann man gut arbeiten, leben, wohnen, genießen und feiern. Wir sind weltoffen und freuen uns über die Menschen, die zu uns kommen.

7. Wie wollen Sie die steigende Politikverdrossenheit bekämpfen?

Sierau: Durch eine Politik der Ehrlichkeit und Transparenz. Durch Dialog und mit nachvollziehbaren Entscheidungen. Z. B. die jetzige Haushaltsdiskussion für 2010 setzt auf dieses Konzept. Hier wird nichts verschwiegen und nicht getrickst. Jeder kann sehen wie die Lage ist und wie wir sie verändern wollen. Alle sind aufgerufen, ihre Vorschläge einzubringen.

8. Bitte vervollständigen Sie den Satz: Wenn ich Oberbürgermeister werde, wird Dortmund nach sechs Jahren ...

Sierau: ...ein Star unter den deutschen Städten sein. Eine Stadt der guten Arbeit mit vorbildlichen Bildungsangeboten. Die Familienpolitik ist unser Markenzeichen und die Besucher freuen sich am Phoenixsee, am „U” und am Fußballmuseum. Eine hochmotivierte Verwaltung arbeitet gemeinsam mit den Menschen an der Zukunft der Stadt.

9. Zum Schluss: Tippen Sie bitte das Wahlergebnis vom Sonntag (die ersten drei Plätze in Prozent)!

Sierau: Das Ergebnis vom 30. August 2009 plus/minus drei Prozent.