Neuer Name, alter Chef: Envio Biogas heißt Bebra

Dr. Dirk Neupert ist und bleibt Chef der Envio Biogas-Sparte, die nun Bebra heißt. Foto: Ralf Rottmann (WR)
Dr. Dirk Neupert ist und bleibt Chef der Envio Biogas-Sparte, die nun Bebra heißt. Foto: Ralf Rottmann (WR)
Foto: WR RALF ROTTMANN

Dortmund.. Aus Envio wird Bebra – die Biogas-Sparte der Dortmunder Skandalfirma Envio an der Kanalstraße 25 hat nun einen neuen Namen. Die Spitze ist die alte geblieben. Dr. Dirk Neupert steht auch der Bebra Biogas GmbH vor.

Anlässlich der Umbenennung setzte das zweite Standbein des Unternehmens gestern zu einem kleinen Freudentänzchen an. „Ab sofort stehen wir auf eigenen Beinen“, hieß es angesichts der Neuausrichtung im Internet.

Auf gezielte Fragen der WR antwortete Envio kurz und knapp. „Die Firma hieß früher bereits Bebra und Bebra ist auch der Name der Anlagen“, begründete Claudia Weirich, Sprecherin der Envio AG, den Namenswechsel. „Nachdem sich am Markt die Bebra-Anlagen nunmehr etabliert haben“, habe man entschieden, die Firma nach dem wesentlichen Produkt zu benennen. Das bedeute nicht, dass der Titel Envio wirtschaftlich verbrannt sei.

Am Kapitalmarkt scheiden sich die Geister. „Es macht den Anschein, dass er jetzt Kasse machen möchte“, sagt Andrew Murphy, Chef des Bonner Investmenthauses Murphy& Spitz. Was jetzt noch Wert habe in dem Unternehmen, stehe offenbar zum Verkauf. Einzelne Envio-Teile würden regelrecht „ausgeweidet“, vermutet der Finanzexperte. Eine solche Verschiebung der Werte sorgt nach Murphys Ansicht dafür, Werthaltigkeit aus dem Unternehmen zu ziehen, „die im Falle einer Envio-Insolvenz den Geschädigten dann nicht zur Verfügung stünde – moralisch äußerst zweifelhaft“, so der Finanzexperte.

 
 

EURE FAVORITEN

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Beschreibung anzeigen