Neuer Logistik-Campus löst Platzprobleme an der TU Dortmund

Michael ten Hompel (Fraunhofer-Institut), Ursula Gather(Rektorin TU Dortmund), NRW-Ministerin Svenja Schulze und Raimund Klinkner von der Bundesvereinigung Logistik (v.l.) eröffneten den Logistik-Campus Dortmund an der TU.
Michael ten Hompel (Fraunhofer-Institut), Ursula Gather(Rektorin TU Dortmund), NRW-Ministerin Svenja Schulze und Raimund Klinkner von der Bundesvereinigung Logistik (v.l.) eröffneten den Logistik-Campus Dortmund an der TU.
Foto: WAZ Fotopool
Dortmund ist auf dem besten Weg, sich auf dem Feld der Logistik zum führenden Forschungsstandort zu entwickeln. Die TU Dortmund hat jetzt ihren neuen Logistik-Campus eröffnet. Er soll in den nächsten Jahren noch um ein „Competence-Center“ erweitert werden.

Dortmund.. Wie kommt der Wärmetauscher für den neuen Kühlschrank vom weit entfernten Hersteller zur Endproduktion - fristgemäß, kostengünstig und möglichst auch noch umweltschonend? Diese Frage beschäftigt inzwischen nicht nur eine weltweit boomende Wirtschaftsbranche, sondern auch die Wissenschaft. Dortmund ist auf dem besten Weg, sich auf diesem Feld zum führenden Forschungsstandort zu entwickeln.

Bei der Eröffnung des neuen Logistik-Campus auf dem Gelände der Technischen Universität Dortmund sparte man denn am Montag auch nicht mit Lob für das mit apfelgrünen Fassadenelementen gestaltete Gebäudeensemble direkt an der B1. Der 6,4 Millionen Euro teure Neubau bietet nicht nur bis zu acht zusätzlichen Stiftungslehrstühlen, 50 Mitarbeitern und einem nagelneuen Hörsaal Platz. Der Campus, der in den nächsten Jahren noch um ein „Competence-Center“ erweitert werden soll, kommt - unmittelbar vor dem erwarteten Ansturm des doppelten Abiturjahrgangs - wie gerufen, um die drängendsten Kapazitätsprobleme der benachbarten TU zu lösen.

Acht Stiftungsprofessuren angepeilt

TU-Rektorin Ursula Gather freut sich also: „Wir sind dankbar, dass der Campus rechtzeitig fertig geworden ist.“ Zwei der angepeilten acht Stiftungsprofessuren seien bereits sicher, darunter der vom Automobilhersteller Audi geförderte Lehrstuhl. Gather rechnet mit zwei weiteren Zusagen aus der Wirtschaft „noch in diesem Jahr“. Die Rektorin hob die Tradition des Fachs Logistik an der TU hervor. Seit 1998 gibt es einen Diplomstudiengang Logistik, damals der erste in Deutschland. Außerdem widmen sich dem Fach zwei so genannte Sonderforschungsbereiche. Schon vor über 30 Jahren baute der Begründer der modernen Logistikforschung, Reinhardt Jünemann, das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik in Dortmund auf.

Der heutige Institutsleiter Michael ten Hompel nannte den jetzt in Betrieb genommenen Logistik-Campus „den entscheidenden Schritt hin zu einem Forschungszentrum, das es in Europa kein zweites Mal gibt“. NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (SPD) verwies auf die Bedeutung der Logistik für Nordrhein-Westfalen mit seinen 28 000 Firmen in der Branche, die jährlich rund 70 Milliarden Euro Umsatz machten. Das Ruhrgebiet, so die Ministerin, sei dabei „das Herzstück der Logistik-Forschung“. Das Ministerium steuerte 4,4 Millionen Euro zum Bau bei. Den Rest übernahmen TU und Fraunhofer-Gesellschaft.

 
 

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