Neuer GMD Gabriel Feltz stellt sich vor

Gabriel Feltz (Mi.)  ist als neuer Generalmusikdirektor von Jörg Stüdemann (re),und Jens-Daniel Herzog (li) offiziell begrüßt worden. Foto: Ralf Rottmann
Gabriel Feltz (Mi.) ist als neuer Generalmusikdirektor von Jörg Stüdemann (re),und Jens-Daniel Herzog (li) offiziell begrüßt worden. Foto: Ralf Rottmann
Foto: Ralf Rottmann
Der Generalmusikdirektor – „früher war das ein befracktes Wesen, das herabstieg“, beschreibt Gabriel Feltz wie er nicht sein will. Der 41-Jährige wird ab 2013 das Dortmunder Philharmonische Orchester für fünf Jahre leiten.

Dortmund.. Der Generalmusikdirektor – „früher war das ein befracktes Wesen, das herabstieg, um Musik zu machen“, beschreibt Gabriel Feltz wie er genau nicht sein will. Der 41-Jährige wird mit Beginn der Spielzeit 2013/2014 das Dortmunder Philharmonische Orchester für fünf Jahre leiten. Ende März hatte der Rat der Stadt ihn einstimmig zum neuen Generalmusikdirektor gewählt – als Nachfolger von Jac van Steen. Am Freitag begrüßte Kulturdezernent Jörg Stüdemann Gabriel Feltz in Dortmund.

„Ein GMD muss ansprechbar sein“, ist Feltz überzeugt. Auf die Zusammenarbeit mit dem Opernintendanten Jens-Daniel Herzog freue er sich aus genau diesem Grund: „Das passt von der Herangehensweise zu Kunst und Kultur, ebenso wie menschlich.“

Feltz möchte „neue Wege beschreiten“ – mit Sonderveranstaltungen zum Beispiel. Und nicht nur den erwachsenen Zuhörern will er näher bringen, was Musik bedeutet – „und welche emotionale Bandbreite wir mit Musik erreichen können.“ Zum Beispiel indem er vor dem Stück Einführungen selbst moderiert. Der 41-Jährige, der zurzeit noch in Stuttgart als Chefdirigent und GMD im Einsatz ist, möchte aber auch die jüngere Generation erreichen, die nicht mehr selbstverständlich mit klassischer Musik aufgewachsen sei. Deshalb will Feltz sich selbst ans Klavier setzen und den Kontakt zu der Jugend aufnehmen. „Ich werde mich selbst ganz stark einbringen“, versichert er.

„Aus einer komplizierten Situation etwas sehr gutes gemacht“

Die Kinder- und Jugendarbeit sei auch in Stuttgart sehr rege, betont Stüdemann. „Dort hat Gabriel Feltz aus einer komplizierten Situation etwas sehr gutes gemacht“, lobt der Stadtdirektor. Als der gebürtige Berliner 2004/2005 das Orchester übernahm, drohte der Verlust der Eigenständigkeit. Mittlerweile spreche davon keiner mehr. 95 000 Zuhörer habe es stattdessen im Jahr 2011 gehabt. Im nicht ganz fairen Vergleich: Zu Spitzenzeiten kamen in Dortmund 48 000 Besucher zu den symphonischen Konzerten.

„Für mich ist das genau der richtige Zeitpunkt für einen Wechsel“, betont Feltz. „In Dortmund reizt mich die Verbindung von Oper und Konzert.“ Und auch hier will er die Besucherzahlen steigern. Zunächst wird Feltz allerdings etwas für die Einwohnerzahl tun – er will nicht nur in Dortmund arbeiten, sondern auch hier leben.

 
 

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