Neue Umweltzone in Dortmund wird erst im Mai entschieden

Wird das Container-Terminal im Hafen Dortmund zur Umweltzone? Foto: Knut Vahlensieck
Wird das Container-Terminal im Hafen Dortmund zur Umweltzone? Foto: Knut Vahlensieck
Foto: Knut Vahlensieck

Dortmund. Wird die Umweltzone auf Hafen, Dorstfeld, Hörde und Eving ausgeweitet? Die Stadt lässt sich nicht drängen. Die Auswertung dieses Vorschlags sei erst im Mai möglich. Das Problem: Düsseldorf will schon im Juni über neue „Zonengrenzen“ entscheiden.

Man wolle keine Schnellschüsse, keinen Galopp. Es gehe um die Qualität der Entscheidung. Bei der Debatte um eine mögliche Ausweitung der Umweltzonen in Dortmund hat Planungsdezernent Martin Lürwer an den Regierungspräsidenten (RP) Arnsberg geschrieben: Um die Sache sachgerecht beurteilen und durch einen Ratsbeschluss absegnen zu können, brauche man für die Auswertung der Vorschläge aus Arnsberg Zeit bis Ende Mai dieses Jahres.

Eigentlich hatte der RP die Stellungnahme aus Dortmund schon in diesen Tagen haben wollen. „Unmöglich,“ kam die Antwort aus Dortmund, wie unsere Zeitung berichtete. Im Vorschlag aus Arnsberg wurden weitere Umweltzonen für Dortmund vorgeschlagen: Das Hafengebiet, Dorstfeld-Süd, Teile der Innenstadt Hörde und noch eine weitere Fläche nördlich von Eving sollten künftig dazugehören.

Hafen darf nicht zum „Sperrgebiet“ werden

Nun sorgt insbesondere die Aussicht, dass der Hafen für Fahrzeuge, die weder grüne noch gelbe Plakette aufweisen, zum Sperrgebiet werden könnte, für mentalen Widerstand und für Fragen im Detail.

Man übe in der Debatte den Schulterschluss auch mit dem Kollegen und Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Udo Mager. So sollen die Gespräche mit den Wirtschaftsverbänden, den Kammern und den direkt im Hafen betroffenen Firmen geführt werden. Und man wolle auch die Fakten erfahren und bewerten können, die Arnsberg zum Vorschlag zur Zonen-Ausweitung gebracht haben.

Das ganze Ruhrgebiet als Mega-Umweltzone?

In der nächsten Woche will OB Ullrich Sierau mit Amtskollegen aus dem Revier über das Thema sprechen. Man müsse mehrere Vorschläge - von der kompletten Erklärung des Reviers zur Umweltzone bis zur Lösung in kleinräumigerem Maßstab - prüfen. „Wir sind mit den erhaltenen Informationen nicht ganz glücklich,“ kritisierte Sierau den Entwurf aus Arnsberg. Grundsätzlich, so Sierau, mache es bei den Umweltzonen „wenig Sinn mit einem Flickenteppich im Ruhrgebiet“ weiter zu machen.

Den Zeitplan des Landes halte er für problematisch, so Sierau: „Das Land ist gut beraten, wenn es eine offene und gemeinsame Debatte ermöglicht.“ NRW-Umweltminister Remmel wollte die Vorgaben - die von den jeweiligen Bezirksregierungen umgesetzt werden - bereits Mitte 2011 abschließend entscheiden.

 
 

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