Neue EU-Leitlinien: Airport Dortmund betroffen

Die EU-Kommission in Brüssel verabschiedet am Mittwoch neue Leitlinien zu staatlichen Beihilfen für Flughäfen und Fluggesellschaften. Diese Entscheidung betrifft auch den Dortmunder Flughafen. Der hängt aktuell noch am Tropf der Stadtwerke DSW21.

Dortmund... Voraussichtlich wird der Dortmunder Airport, wie andere Regionalflughäfen auch, in zehn Jahren seine Millionen-Defizite abgebaut haben müssen. Die Geschäftsführung glaubt, bis dahin in die Rentabilität gewachsen zu sein, so Flughafen-Sprecher Sebastian Scheske. Sie rechne am Mittwoch nicht mit großen Überraschungen.

Im Entwurf sind die Leitlinien seit vergangenem Juli bekannt. Danach sollen regionale Flughäfen nur noch bis 2023 öffentliche Beihilfen bekommen und Investitionszuschüsse für die Infrastruktur nur noch gestaffelt nach Flughafengröße möglich sein. Bei einem Flughafen mit der Kapazität wie in Dortmund (2,5 Millionen Passagiere) wären nur 50 Prozent der Infrastrukturkosten förderfähig.

Geringstes Defizit seit 2003

"Wir gehen davon aus, dass wir in zehn Jahren ein EU-konformes Geschäftsergebnis erreichen", so Scheske. Für 2012 habe der Flughafen mit 18,5 Millionen Euro das geringste Defizit seit 2003 eingefahren. "Wir gehen davon aus, dass wir diesen Weg weitergehen können." Die Zahlen für 2013 lägen noch nicht vor, würden sich aber wohl weiter verbessern, sagte der Flughafen-Sprecher.

Die neuen Regeln der EU bleiben weit hinter den Erwartungen der Schutzgemeinschaft Fluglärm zurück. Die EU enge zwar die Förderung ein, so heißt es in ihrem Newsletter, doch man sehe für Dortmund "dass die Subventionierung weitergehen wird."

Gaby Kolle