Neonazi Sven K. soll wieder ins Gefängnis

Der wegen Totschlags vorbestrafte Dortmunder Neonazi Sven K. soll wieder ins Gefängnis. Nach dem Überfall auf das linke Szenelokal "Hirsch-Q" hat die Staatsanwaltschaft am Montag 20 Monate Haft ohne Bewährung beantragt. Er selbst hofft auf Freispruch.

Dortmund.. Schläge, Tritte und zwei Messerstiche: Der Tumult vor der "Hirsch-Q" liegt bereits über drei Jahre zurück. Neun Monate lang wurde verhandelt, neun Personen saßen zuletzt noch auf der Anklagebank.

Mann bewusstlos getreten

Die Staatsanwaltschaft hatte am Ende keine Zweifel: Alle Angeklagten waren in der Nacht auf den 12. Dezember 2010 vor Ort. Sie haben vor die Scheibe der Gaststätte getreten, einige traten später auch auf einen bereits am Boden liegenden Mann ein, der daraufhin das Bewusstsein verlor.
Zentrales Beweismittel sind die Videoaufzeichnungen einer Überwachungskamera. Eine Gutachterin hatte die Angeklagten darauf erkannt und und ihre Beteiligung an dem Überfall als sehr wahrscheinlich oder sogar höchst wahrscheinlich bezeichnet. Genau das sehen die Verteidiger anders.

Urteile noch im April

Insgesamt hat die Staatsanwaltschaft drei Gefängnisstrafen, fünf Bewährungsstrafen und einen vierwöchigen Dauerarrest nach dem Jugendstrafrecht beantragt. Mit den Urteilen ist voraussichtlich Ende April zu rechnen.

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