Neonazi Sven K. muss für drei Jahre ins Gefängnis

Martin von Braunschweig
Sven K. neben seinem Verteidiger Wolfgang Opitz.
Sven K. neben seinem Verteidiger Wolfgang Opitz.
Foto: Artikel 5
Der Prozess um den Neonazi-Überfall auf die Kneipe "Hirsch-Q" ist für das Dortmunder Landgericht endgültig beendet. Nun wurden auch die letzten Angeklagten verurteilt. Der wegen Totschlags vorbestrafte Sven K. muss für drei Jahre und einen Monat ins Gefängnis. Auch ein Mittäter wurde verurteilt.

Dortmund. Der wegen Totschlags vorbestrafte Dortmunder Neonazi Sven K. muss wieder ins Gefängnis. Die Richter am Dortmunder Landgericht sind davon überzeugt, dass sich K. und ein weiterer Rechtsextremist an einem nächtlichen Überfall auf die Kneipe "Hirsch-Q" in der Dortmunder Brückstraße beteiligt haben.

Im Dezember 2010 war eine große Gruppe Neonazis an der "Hirsch-Q" vorbeigezogen, hatte das Lokal angegriffen und die Gäste mit Schlägen und Tritten traktiert. Mindestens zwei Männer wurden verletzt, einer sogar von einem Messerstich. Für den "Hirsch-Q-Überfall" erhielt Sven K. am Mittwoch eine Haftstrafe von einem Jahr und vier Monaten.

Zusätzlich wird er 21 Monate Gefängnis verbüßen müssen, weil er 2011 auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt zwei türkischstämmige Jugendliche angegriffen und geschlagen hatte. Dieses Urteil ist kürzlich rechtskräftig geworden.

In Justizkreisen rechnet man damit, dass Sven K. die Ladung zum Haftantritt bereits in den nächsten Tagen zugestellt bekommt.