Neonazi erscheint im Terror-Shirt vor Gericht

Der verurteilte Gewalttäter Sven K. steht einmal mehr vor Gericht. Der Neonazi hatte sich laut Anklage in Bochum, offenbar mit einem Ballerina-Röckchen angetan, geprügelt. Neben ihm sein Anwalt Wolfgang Opitz.
Der verurteilte Gewalttäter Sven K. steht einmal mehr vor Gericht. Der Neonazi hatte sich laut Anklage in Bochum, offenbar mit einem Ballerina-Röckchen angetan, geprügelt. Neben ihm sein Anwalt Wolfgang Opitz.
Mit einem radikalen Bekenntnis und weiteren optischen Provokationen ist am Mittwoch der Prügel-Prozess gegen die Dortmunder Neonazi-Brüder K. fortgesetzt worden. Nach einer Verhandlungspause erschien Jan K. (20) mit einem bedruckten Nazi-Shirt.

Bochum/Dortmund. Die Aufschrift „Terrormachine“ war deutlich lesbar, die Unterzeile zeigte eine „18“, ein Neonazi-Zahlen-Synonym für die Initialen Adolf Hitlers. Diese Zahl hat sich Jan K., der gestern im Prozess auch immer wieder unterm Tisch zum Smartphone griff, auf den Unterarm tätowiert.

Die Brüder sind massiv vorbestraft. Sven K. (25) hat sogar bereits ein Menschenleben auf dem Gewissen. Den verlesenen Eingangssatz aus seinem jüngsten Prügel-Urteil nach einem Schützenfest in Lüdinghausen („Der Angeklagte ist bekennender und nicht in seinen Ansichten zu beeinflussender Rechtsradikaler“) nickte Jan K. gestern ab: „Stimmt.“

Sven K. könnte freigesprochen werden

Im aktuellen Prozess steht vor allem er unter Druck. Bei Totschläger Sven K. könnte dagegen am Ende auch ein Freispruch stehen. Zuletzt wurde er bereits mangels dringenden Tatverdachts aus der U-Haft entlassen. Ob der berüchtigte Skinhead am Rande seines Junggesellenabschieds am Bochumer Hauptbahnhof wirklich zugeschlagen hat, lässt sich wohl kaum beweisen.