Nazis pöbelten auf Kirmes in Dortmund

DerWesten
Neo-Nazis bei einer Demonstration in Dortmund.
Neo-Nazis bei einer Demonstration in Dortmund.
Foto: WR/Franz Luthe

Dortmund. Nachdem eine Gruppe von Neonazis am Samstag zwei Frauen in einer Straßenbahn bedrängte, lieferten sich offenbar die gleichen Personen am Sonntag auf der Pfingstkirmes eine Auseinandersetzung mit der Polizei.

Nur einen Tag nachdem sie am Samstag, 11. Juni, in der U44 zwei farbige Frauen belästigt hatten, fielen einige Rechtsradikale am Sonntag abermals auf. Zunächst wurden aus einer 15-köpfigen Gruppe heraus Besucher der Pfingstkirmes in Dortmund-Huckarde verbal angegangen und es kam zu vereinzelten körperlichen Rangeleien.

Auf dem Huckarder Marktplatz, am dortigen Bierstand, trafen die Beamten auf eine neunköpfige Gruppe. Dabei handelte es sich um polizeibekannte Personen des rechten Spektrums, die teils erheblich alkoholisiert waren. Die Gruppe war zu einer Kommunikation mit den Polizisten nicht bereit und verbal aggressiv. Die Personen wurden anschließend durchsucht und die Personalien festgestellt.

Bei einem jungen Mann wurde ein Messer gefunden und sichergestellt. Anschließend sprach die Polizei Platzverweise aus. Drei Rechte weigerten sich, den Platz zu verlassen und wurden von den Polizisten in Gewahrsam genommen.

Tipps für Zeugen von Übergriffen

Im Zusammenhang mit dem Vorfall in der U44, bei dem zehn Rechtsradikale zwei Farbige attackierten und einen Kinderwagen mit einem einjährigen Baby umstürzten, gibt die Polizei Verhaltens-Tipps für Zeugen. In der U-Bahn griff lediglich eine Frau ein, wurde dann aber von einer Täterin angegriffen.

  • Sprechen Sie den oder die Täter an, wenn Sie sich trauen. Man muss nicht den Helden spielen.
  • Die Polizei über den Notruf 110 anrufen.
  • Sprechen Sie Umstehende gezielt um Mithilfe an, um Ihnen und dem Opfer zu helfen.
  • Beobachten Sie genau das Geschehen. Prägen Sie sich möglichst Details von den Tätern ein.
  • Kümmern sie sich um das Opfer. Wenn es geht, rufen Sie das Opfer zu sich
  • Stellen Sie sich als Zeuge zur Verfügung.