Nazis in Dortmund rüsten sich zum „Konzert“ an Silvester

Archiv-Foto: WR/Knut Vahlensieck
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Foto: Knut Vahlensieck

Dortmund.. Demonstration mit Musik oder Konzert? Das ist erneut die Frage, wenn Neonazis am Silvestertag in Dortmund aufmarschieren. Während die Demo mit Musikbeiträgen gesetzlich geschützt ist, ist es das Konzert auf keinen Fall.

Silvester ab mittags wollen die Nazis von Dorstfeld in Richtung Innenstadt ziehen. Und dabei sollen zwei Bands bei der Auftaktkundgebung spielen. Wie das Internetportal „NRW rechtsaußen“ schreibt, sollen das „Libertin“, die Haus- und Hofband der „Autonomen Nationalisten“ aus dem östlichen Ruhrgebiet, sowie die Gruppe „Flak“ aus dem Rheinland sein. „Flak“ habe in diesem Jahr eine erste CD herausgebracht. Zuvor habe die Gruppe lediglich zwei Alben zum Download im Internet veröffentlicht, darunter ein Live-Mitschnitt unter anderem mit den Titeln „SS“, oder „Volk ans Gewehr“, „Blut muss fließen“ und „Hakenkreuz“. Im Hakenkreuzlied heißt es unter anderem: „Hängt dem Adolf Hitler den Nobelpreis um“. Im Vorfeld wird nun in einigen rechten Foren damit geworben, „Kommt zum Silvester-Konzert nach Dortmund!“.

Schon im September dieses Jahres war es zu Diskussionen um eine Naziveranstaltung an der Katharinentreppe gekommen. Während die Polizei von einer politischen Demonstration mit Musikbeiträgen gesprochen hat, riefen die Nazis unverhohlen dazu auf, zum „Konzert nach Dortmund zu kommen“. Wie dies auch jetzt wieder der Fall ist.

Wie Polizeipressesprecher Manfred Radecke erklärte, darf die Musik laut Versammlungsrecht nur 40 Prozent der Zeit einnehmen, 60 % Redebeiträge. Das heiße in diesem Fall: Musik von insgesamt 24 Minuten, zwölf pro Band.

 
 

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