Dortmund

Nach Mordkomplott gegen Lehrer in Dortmund: Kollegium entsetzt über diese Entscheidung der Regierung

Mordkomplott an der Martin-Luther-King-Schule in Dortmund: Hier wollten die Schüler ihren Lehrer mit Hammerschlägen töten.
Mordkomplott an der Martin-Luther-King-Schule in Dortmund: Hier wollten die Schüler ihren Lehrer mit Hammerschlägen töten.
Foto: Polizei Dortmund

Dortmund. Der Fall hat bundesweit für Aufsehen und Entsetzen gesorgt: Drei Schüler (16 bis 18 Jahre alt) der Martin-Luther-King-Schule in Dortmund-Dorstfeld hatten ihren Lehrer in einen Hinterhalt gelockt - um ihn mit Hämmern zu erschlagen.

Zum Glück war der Lehrer rechtzeitig misstrauisch geworden, und entging dem Mordkomplott.

Dortmund: Schüler wollten Lehrer mit Hammer erschlagen

Motiv des hauptverdächtigen 16 Jahre alten Schülers: Seine Versetzung war wegen seiner schlechten Noten gefährdet, er fühlte sich offenbar ungerecht von seinem Lehrer behandelt. >> Hier mehr zu dem Fall lesen

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Passiert ist der Vorfall im Mai. Jetzt sieht sich die Schule mit einer Entscheidung der Bezirksregierung Arnsberg konfrontiert, die das Lehrerkollegium zutiefst enttäuscht. Das berichtet der WDR.

Keine neues Konzept möglich

Die Bezirksregierung hat angekündigt, die Zahl der Sonderpädagogen an der Schule zu verringern. Eigentlich hatte das Sonderpädagogen-Team nach den Sommerferien ein neues Konzept einführen wollen, durch das Konflikte und Frust bei den Schülern früh erkannt und entschärft werden sollen, heißt es beim WDR.

Mit weniger Personal könne das Konzept aber nicht umgesetzt werden. Schulleiterin Ellen Kreis sagte gegenüber dem Sender: „Gerade nach dem schlimmen Ereignis im Mai und dem, was wir hier danach durchgemacht haben, hätten wir uns mehr Rücksicht gewünscht.“

Unterstützung durch Sozialarbeiter erforderlich

Die Bezirksregierung argumentiert: Es gebe schlicht zu wenig Sonderpädagogen, die Entscheidung habe so getroffen werden müssen.

Der Lehrer, der beinahe zum Opfer seiner Schüler geworden wäre, warnte: „Es muss ins Bewusstsein kommen, dass wir Lehrer hier auch mit jungen Menschen arbeiten, für die wir nicht ausgebildet sind.“ Die Unterstützung durch Sozialarbeiter und Sonderpädagogen sei unbedingt erforderlich. (pen)

 
 

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