Musikschullehrer klagen gegen die Stadt

15 von 55 Musikschullehrer klagen wegen ihrer Verträge beim Arbeitsgericht gegen die Stadt Dortmund. Weitere Klagen wurden bereits angekündigt - mit besten Aussichten auf Erfolg. Stadtdirektor und Personaldezernent Jörg Stüdemann gerät nun in Bedrängnis.

Dortmund.. Die 55 Lehrkräfte gehören zu dem Projekt "Jedem Kind ein Instrument (Jeki)" und sind bis zum 28. Juni an der Musikschule Dortmund eingesetzt. Laut Projekt-Verträgen, die die Stadt mit der Landesregierung abgeschlossen hat, müssten grundsätzlich angestellte Lehrer und keine Honorarkräfte im Jeki-Projekt arbeiten, erklärt Jörg Stüdemann.

Berufung auf Urteil des Arbeitsgerichtes

935 Unterrichtsstunden leisten die 55 Lehrkräfte aktuell, 26 weitere, unbefristet eingestellte Musikschullehrer haben zudem ihre Arbeitszeit um 155 Stunden aufgestockt.

Die 15 bereits eingereichten Klagen berufen sich auf ein Urteil des Arbeitsgerichtes in Herne. Das hatte mit einer rechtskräftigen Entscheidung vom 29. Januar bereits die Befristung einer Lehrkraft für unwirksam erklärt. Auch diese Lehrkraft arbeitete für das Jeki-Projekt an einer Musikschule im Ruhrgebiet. Die Kommune wurde verurteilt, den Musikschullehrer unbefristet zu beschäftigen.

Um einer weitergehenden Klagewelle mit entsprechenden Gerichtskosten zuvorzukommen, will Personaldezernent Stüdemann nun die befristeten Arbeitsverträge in unbefristete umwandeln.

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