Museum sucht Mieter

Neue Mieter braucht das alte Museum am Ostwall. Foto: Ralf Rottmann
Neue Mieter braucht das alte Museum am Ostwall. Foto: Ralf Rottmann
Foto: WR-Ralf Rottmann

Dortmund.. Seit Monaten ist das Museum Ostwall im U. Um das alte Gebäude ist es der CDU zu ruhig: Die Fraktion will im Finanzausschuss die Zukunft des Hauses erfragen. Um die zu gestalten, fordert Kulturdezernent und Kämmerer Jörg Stüdemann die Interessenten jetzt zu konkreten Bekenntnissen auf.

Ein sogenanntes „Interessenbekundungsverfahren“ will Stüdemann nächste Woche einleiten: Die Interessenten sollen ihre Nachnutzungsvorschläge in vier bis sechs Wochen ab Start des Verfahrens konkretisieren. Zu klären gilt es, zu welchen Bedingungen sie am Ostwall einziehen wollen und wie sie sich die Finanzierung vorstellen. „Ziel ist es, dass der Rat über die wirtschaftlichen Folgen Bescheid weiß“, so Stüdemann, der dem Rat möglichst in der Sitzung am 26. Mai eine Prioritätenliste vorlegen will. Ende Mai bis Mitte Juni solle das Gebäude leergezogen sein.

Udo Reppin, finanzpolitischer Sprecher der CDU, geht das zu langsam: In seiner Anfrage verweist er auf den Ratsbeschluss von Dezember 2010, demzufolge das Gebäude schnellstmöglich zu marktüblichen Konditionen veräußert werden solle. „Immer, wenn die Verwaltung so ruhig ist, habe ich den Eindruck, dass etwas nicht in Ordnung ist“, so Reppin. „Es könnte ja schon längst ein Ausschreibungsverfahren geben.“

Bislang hatten die Dortmunder Kunstverbände und der Kunstverein, der Bund Deutscher Architekten, das Stadtarchiv, Dortmunder Sammler sowie die Aktivisten von „UZDO“, ihr Interesse für das Gebäude bekundet.

Erneut Kunst an den Ostwall zu holen, befürwortet Reppin nur unter der Bedingung, dass die Nutzer die ortsübliche Miete zahlen: „Mietfrei kann es nicht geben.“ Jürgen Brunsing, kulturpolitischer Sprecher der Grünen, hingegen stellt sich gegen eine Vermarktung und betrachtet den Vorstoß der Künstlerbünde „mit Wohlwollen“.

Probleme sieht Brunsing allerdings bei der Gebäudesubstanz und fürchtet, dass hohe Betriebskosten eine vernünftige Nachnutzung verhindern könnten: Im Atrium regne es rein, die Heizungsanlage sei zu schwach. Stüdemann hingegen erklärt, die Heizung sein in Ordnung und die Feuchtigkeit nicht dramatisch.

 
 

EURE FAVORITEN