Mögliche Kürzung der RWE-Dividende würde teuer für Dortmund

Tobias Großekemper
RWE-Chef Peter Terium plant offenbar eine Kürzung der Dividende.
RWE-Chef Peter Terium plant offenbar eine Kürzung der Dividende.
Foto: dpa
Der Energieversorger RWE kämpft mit den Folgen der Energiewende, ein massiver Gewinneinbruch in der Stromproduktion ist die Folge. Das könnte deutliche Folgen für Dortmund haben: RWE will angeblich seine Dividende senken - Dortmund hält über DSW21 23 Millionen RWE-Anteile.

Dortmund. Auf welchen Verlust man sich in Dortmund einstellen kann, ist noch unklar. 2012 hatte RWE zwei Euro pro Aktie ausgezahlt. Laut Handelsblatt soll es schon für das laufende Jahr weniger sein.

Das Thema Dividendenkürzung soll auf der nächsten Aufsichtsratssitzung Ende kommender Woche in Warschau diskutiert werden. Dort wolle RWE-Chef Peter Terium das einst gegebene Versprechen zurücknehmen, 50 bis 60 Prozent des nachhaltigen, um diverse Sondereffekte bereinigten Nettogewinns auszuschütten.

Klamme Kommunen halten 25 Prozent

Bei diesem Vorstoß müsste sich Terium auf einigen Widerstand einstellen, denn rund 25 Prozent der Aktien werden von klammen Kommunen gehalten, die mit einer Dividende aus Essen relativ fest gerechnet haben dürften. Noch im April hatte Terium eine Dividendenkürzung abgelehnt.

Bei gleichbleibender Dividende könnte DSW21 mit 46 Millionen Euro rechnen. Mit der prognostizierten Dividenden-Senkung würde sich eine Entwicklung fortsetzen: 2010 zahlte RWE pro Aktie noch 3,50 Euro. RWE wollte sich am Donnerstag nicht äußern, DSW21 und die Stadtverwaltung waren am Abend für Stellungnahmen nicht mehr erreichbar.

Der Dortmunder Oberbürgermeister Ullrich Sierau ist Mitglied im RWE-Aufsichtsrat und Aufsichtsratsvorsitzender von DSW21.