Mitarbeiterin der Stadt Dortmund veruntreute Geld für Pferde

Eine Mitarbeiterin der Bezirksverwaltungsstelle Hombruch soll eine halbe Million Euro unterschlagen haben.
Eine Mitarbeiterin der Bezirksverwaltungsstelle Hombruch soll eine halbe Million Euro unterschlagen haben.
Foto: WAZ FotoPool
Eine Mitarbeiterin der Bezirksverwaltungsstelle Hombruch in Dortmund soll über Jahre knapp eine halbe Million Euro unterschlagen haben. Geld, das in Häuser und Pferde geflossen sein soll. Der Fehlbetrag blieb fast zehn Jahre lang unentdeckt.

Dortmund.. Der erneute Veruntreuungsfall in der Stadtverwaltung lässt nicht nur auf den Ämterfluren die Gerüchteküche brodeln. Wie berichtet, soll eine Mitarbeiterin in der Bezirksverwaltungsstelle Hombruch über Jahre gut 400.000 Euro unterschlagen haben.

Dabei hat sie offenbar Gebühreneinnahmen bei den Bürgerdiensten für eigene Zwecke abgezweigt. Nach Informationen unserer Redaktion hat sie das Geld möglicherweise in zwei Häuser im ländlichen Dortmunder Nordwesten investiert.

Geld auch für Pferde ausgegeben

Auch für Pferde und die Unterstützung der mehrköpfigen Familie ist offenbar Geld geflossen. Für die Stadt wären gerade die noch bestehenden Werte ein wichtiger Gesichtspunkt etwa bei eventuellen Schadenersatz-Forderungen. Hintergrund sind dabei die Erfahrungen mit der früheren Rathaus-Mitarbeiterin, die jahrelang Bargeld veruntreut hatte, um ihre Kokainsucht zu finanzieren.

Im Fall der ehemaligen Hombrucher Mitarbeiterin, die zur Zeit krank gemeldet ist, laufen allerdings erst noch die Ermittlungen. Dabei ist unter anderem zu erforschen, wie weit die Veruntreuungsfälle zurückreichen.
Mit den Untersuchungen sind sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die städtischen Rechnungsprüfer und das Personalamt beschäftigt.

 
 

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