Mann wollte in Schwerte ein Schulkind ins Auto ziehen

In Schwerte und Iserlohn hat ein Mann versucht, Kinder in sein Auto zu ziehen.
In Schwerte und Iserlohn hat ein Mann versucht, Kinder in sein Auto zu ziehen.
Foto: Andreas Bartel / WAZ FotoPool
In Schwerte hat offenbar ein Mann versucht, einen Jungen in sein Auto zu zerren. Der Fünftklässler konnte sich aber losreißen und rannte davon. Die Polizei fährt jetzt verstärkt Streife vor den Schulen in der Gegend — denn es ist nicht der erste Vorfall dieser Art.

Schwerte/Iserlohn.. Eltern aufgepasst: Die Polizei in Schwerte sucht nach einem unbekannten Mann, der vor rund zwei Wochen gegen 7.45 Uhr einen Jungen in sein Auto ziehen wollte. Der Gymnasiat (5. Klasse) war gerade auf dem Weg zur Schule, als neben ihm ein dunkler Wagen hielt. Der Junge konnte sich aber losreißen und lief davon.

Die Mutter des Kindes informierte sofort die Schulleitung des Friedrich-Bährens-Gymnasiums und erstattete Anzeige bei der Polizei. Die Schulleitung wiederum gab den anderen Eltern und den Schulen in der näheren Umgebung Bescheid.

Das Kriminalkommissariat "Vorbeugung" der Polizei im Kreis Unna berät die Schulen im Umkreis zudem darüber, wie sich Vorfälle dieser Art vermeiden lassen. Das ist auch Thema im Unterricht. Wie sage ich nein? Wie behaupte ich mich? Müssen mich die Eltern wirklich immer bis zur Schule bringen oder reicht es, zusammen mit einem Nachbarskind zu gehen?

War Unbekannter auch in Iserlohn aktiv?

Derselbe Mann könnte außerdem für zwei Vorfälle im Raum Iserlohn und Hemer verantwortlich sein, vermutet die Polizei im Kreis Unna: Dort hatte im Sommer 2013 ein Mann mit einem dunklen Auto ein Mädchen und einen Jungen angesprochen und versucht sie in sein Auto zu locken.

Die Polizei fährt verstärkt vor den Schulen Streife — vor allem morgens vor Schulstart, in den Pausen und nach Schulschluss. Das werde auch noch einige Zeit so bleiben, so die Polizei.

In der Nähe des Bährens-Gymnasiums liegt auch die Albert-Schweitzer-Grundschule und das Ruhrtal-Gymnasium. Auch die Eltern der anderen Schüler wissen, dass sie vorsichtig sein sollen.

Verrückt machen lassen sollten sich die Eltern aber nicht, rät die Polizei. Stattdessen müssten Kinder lernen, sich in solchen Situationen zu wehren und auch vor Erwachsenen mal laut "Nein!" zu sagen. Wichtig sei vor allem, dass alle Beteiligten für die Problematik sensibilisiert würden und die Augen offen hielten.

 
 

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