Mann soll eigene Lieblings-Spielhalle überfallen haben

Ein Dortmunder soll ausgerechnet seine Lieblings-Spielhalle überfallen haben.
Ein Dortmunder soll ausgerechnet seine Lieblings-Spielhalle überfallen haben.
Foto: Federico Gambarini
Ein mutmaßlicher Spielhallen-Räuber aus Dortmund steht vor Gericht, weil er eine Spielhalle überfallen haben soll. Dabei habe er einen Fehler gemacht.

Dortmund.. Vor dem Landgericht hat am Montag der Prozess gegen einen mutmaßlichen Spielhallen-Räuber aus Dorstfeld begonnen. Der 23-jährige ehemalige Stammgast der Spielhalle beteuert seine Unschuld. Doch die überfallene Mitarbeiterin ist sich "hundertprozentig" sicher, dass er es war. Er habe einen entscheidenden Fehler gemacht.

Es geschah in der Nacht auf den 2. Dezember 2014: Die Spielhallen-Angestellte hatte gerade die Eingangstür abgeschlossen, als sie von zwei maskierten Männern bedroht und wieder zurück in das Ladenlokal gedrängt wurde. "Für mich sahen die Waffen echt aus", erinnerte sich die Zeugin am Montag. Deshalb habe sie sofort beschlossen, alles zu tun, was die beiden Männer von ihr verlangten.

Weil der Tresor des Geschäfts jedoch mit einem Zeitschloss gesichert war, dauerte es zehn quälend lange Minuten, ehe sie den Räubern das Bargeld in einen Stoffbeutel packen konnte.

"Ich habe seine Stimme erkannt"

Spätestens dabei will sie den 23-Jährigen dann auch eindeutig erkannt haben. "Er war Stammgast unserer Spielhalle. Deshalb habe ich seine Stimme erkannt", sagte die Zeugin. Auffällig: Als sie dem Räuber sagte, dass sie ihn doch kenne, soll dieser sich anschließend äußerst nervös verhalten haben.

Dennoch dauerte es fast genau ein Jahr, ehe die Polizei den 23-Jährigen festnahm. Seitdem verbüßt der junge Mann erst einmal eine frühere Haftstrafe wegen Diebstahls. Ob für den Überfall auf die Spielhalle - Beute: rund 3700 Euro - weitere Jahre hinzukommen, muss der weitere Verlauf des Prozesses zeigen. Der 23-Jährige beteuert seine Unschuld.

 
 

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