Lünen/NRW: Jugendlicher gibt sich als Polizist aus und hantiert mit Waffe – wenig später landet er bei der echten Polizei

Ein falscher Polizist hat in Lünen mit einer Waffe hantiert. (Symbolfoto)
Ein falscher Polizist hat in Lünen mit einer Waffe hantiert. (Symbolfoto)
Foto: dpa

Einmal Polizei spielen wollten offenbar zwei Jugendliche und ein junger Erwachsener in Lünen (NRW) – am Ende gab es Ärger mit der echten Polizei: Nahe einer Unterführung sind zwei 20-jährige Lüner in der Nacht zum vergangenen Mittwoch von einem jungen Unbekannten angesprochen worden.

Er sei Polizist und wollte ihre Ausweise kontrollieren. Laut Polizei verlangten die beiden 20-Jährigen zunächst einen Dienstausweis des Unbekannten. Der angebliche Polizist zeigte keinen Ausweis, sondern rief einen zweiten Unbekannten zur Verstärkung hinzu.

Der zweite soll einen Teleskopschlagstock in der Hand gehalten haben, der erste angebliche Polizist hantierte derweil an seinem Hosenbund und zog eine Schusswaffe hervor. Wieder forderte er die Ausweise der beiden Männer, wieder kamen sie der Forderung nicht nach.

NRW: Fake-Polizist schlägt zu

Die beiden Unbekannten ließen von ihrem Plan ab und setzten sich in ein Auto, das kurz zuvor an den Lünern vorbeigefahren war. Als sich das Auto davon machte, zeigte einer der beiden 20-Jährigen den Insassen den Finger.

Der Wagen hielt an. Der angebliche Polizist stieg aus und schlug einem der beiden jungen Männer ins Gesicht. Anschließend machte er sich im Auto davon.

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Polizei findet 6.000 Euro

Die echte Polizei entdeckte das Auto kurz darauf etwa zwei Kilometer weiter entfernt. Darin saßen zwei Teenager im Alter von 15 und 17 und ein 24-Jähriger. Der 17-Jährige hatte 6.000 Euro bei sich. Wo das Geld herkommt, ist noch unklar.

Der 15-Jährige gab an, eine Schreckschusspistole bei sich gehabt zu haben. Diese habe aber ein viertes Mitglied der Gruppe mitgenommen, das sich bereits verabschiedet habe. Die Polizei nahm das Trio fest und stellte das Auto, das Bargeld und zwei Beutel mit Marihuana sicher.

Der vierte Mann war weiter flüchtig. (jg)

 
 

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