Linke tritt mit Ex-Chefarzt gegen Sierau an

Mit dem ehemaligen Chefarzt Dr. Christian Tödt tritt die Dortmunder Linke zur Oberbürgermeisterwahl am 25. Mai an. Am Montag stellte die Partei Tödt offiziell vor. Dieser ist ein Gewerkschafts-Urgestein, an dieser Flanke will Die Linke OB Ullrich Sierau (SPD) attackieren.

Dortmund. Am Montag stellte Die Linke Dr. Tödt (65) als Kandidaten für den Oberbürgermeister-Posten vor. Er war lange Jahre als Chefarzt der Radiologie am Gemeinschaftskrankenhaus in Herdecke tätig. Gleichzeitig wurde er 16 Jahre in Folge in den Betriebsrat des Krankenhauses gewählt.

Seit 1978 ist Tödt Gewerkschaftsmitglied, gehörte zeitweise dem NRW-Landespräsidium der Gewerkschaft Verdi an. In einer Pressemitteilung bezeichnet Die Linke ihn als "einzig waschechten Arbeitnehmervertreter" vor. SPD-Kandidat Sierau habe alle Personalkürzungskonzepte in der Verwaltung mitgetragen.

Als Kernforderung verlangt Tödt die Rücknahme der Personalkürzungen bei der Stadt. Für alle kommunalen Unternehmen müssten Tarifverträge gelten, Minijobs sollten zurückgedrängt werden. Tödt war von 2009 bis 2012 Kreissprecher der Dortmunder Linken. Am vergangenen Donnerstag wurde er zum Kandidat der Linken gewählt.