Lehrerin drohen Konsequenzen nach „Hamster-Mobbing“ in Dortmund

An der Johann-Gutenberg-Realschule in Dortmund-Wellinghofen wurde eine Schülerin wegen eines Hamsters aus der Schule gemobbt.
An der Johann-Gutenberg-Realschule in Dortmund-Wellinghofen wurde eine Schülerin wegen eines Hamsters aus der Schule gemobbt.
Foto: Ralf Rottmann
Regierungspräsident Gerd Bollermann hat schnell auf die „Hamster-Affäre“ reagiert. Nach unserem Bericht über den extremen Fall von Mobbing an einer Realschule in Dortmund-Wellinghofen kümmert er sich persönlich um die Aufklärung der skandalösen Vorgänge.

Dortmund. Wie berichtet, war ein zehnjähriges Mädchen, das neu in der Klasse an der Johann-Gutenberg-Realschule in Dortmund-Wellinghofen war, auf einen unbekannten Heimweg geschickt worden, weil es einen Goldhamster dabei hatte. Obwohl die Zehnjährige die Vorstellung ihres geliebten Hamsters Attila angekündigt hatte, wurde sie sofort der Lüge und Tierquälerei bezichtigt. Mitschüler mussten Aufsätze über Tierquälerei verfassen, die die Zehnjährige zu hören bekam. Danach brach das Kind seelisch zusammen und musste an einer anderen Schule angemeldet werden.

„Kinder dürfen nicht gemobbt werden“, erklärt jetzt Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann. „Ein respektvoller Umgang mit Schülerinnen und Schülern ist eine Selbstverständlichkeit. Kinder dürfen an unseren Schulen nicht bloßgestellt oder gemobbt werden“.

Noch am Montag hat er zwei Schulaufsichtsbeamte zur Sachverhaltsaufklärung an die Johann-Gutenberg-Realschule entsandt.

Die erhobenen Vorwürfe - Mobbing gegen eine Schülerin der 5. Klasse und Verletzung der Aufsichtspflicht - werden durch die Schulaufsicht als „gravierend“ eingestuft.

Lehrerin soll sich äußern

„Falls sich die Vorwürfe bestätigen sollten, sind disziplinarische Konsequenzen nicht ausgeschlossen“, stellt Arnsberg klar. Jetzt erhalte die Lehrerin aber die Gelegenheit, ihre Sicht der Dinge darzulegen.

„Sollte sich das Verhalten der Lehrerin bestätigen, wäre dies pädagogisch nicht akzeptabel und bedarf einer intensiven Nachbereitung“, macht RP Dr. Bollermann nachdrücklich deutlich. „Für mich steht der sensible Umgang mit den Kindern an erster Stelle.“

Eltern haben die Wahl

Bollermann wird mit den Eltern des Kindes am Dienstag, 8. November, ein Gespräch im Beisein des Leiters der Schulabteilung sowie des Schulleiters führen.

Den Eltern werde ausdrücklich freigestellt, ihre Tochter wieder zur Johann-Gutenberg- Realschule zu schicken.

 
 

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